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Auch in Paris: Gelbe Westen wollen am 3. Advent weiter protestieren

Auch in Paris: Gelbe Westen wollen am 3. Advent weiter protestieren
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REUTERS/Pascal Rossignol
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Der Misstrauensantrag gegen die französische Regierung hatte von vornherein keine Chance. Doch die linken Parteien - Sozialisten, Kommunisten und "La France Insoumise" ("Das unbeugsame Frankreich") machten dadurch ihre Kritik am Umgang mit der Protestbewegung der Gelben Westen deutlich. Gegen die Regierung von stimmten auch die Rechtspopulisten von Marine Le Pen und Nicolas Dupont-Aignan. Insgesamt gab es am Ende 70 Stimmen gegen die Regierung von Premierminister Edouard Philippe. Emmanuel Macrons Partei "La Republique en Marche" verfügt im Parlament über eine komfortable Mehrheit.

Die Gelben Westen wollen ihre Proteste nicht aufgeben - und sie wollen auch am 3. Adventswochenende weiter in vielen Städten auf die Straße gehen.

Vielerorts beklagen die Inhaber von Kaufhäusern und Geschäften in den Innenstädten dramatische Verluste. Für viele von ihnen machen die Einkäufe während der Vorweihnachtszeit einen großen Teil ihrer Jahreseinnahmen aus. Viele Kunden meiden wegen der gewaltsamen Proteste an den Wochenenden die Innenstädte.

Die französische Zentralbank hat den negativen Einfluss der Proteste auf die Wirtschaft des Landes bestätigt.

Trotz der Ausschreitungen der vergangenen Samstage sind auch in Paris Demonstrationen geplant.

Die Regierung und die Polizeigewerkschaft hatten nach dem Anschlag von Straßburg die Gelbwesten dazu aufgerufen, am kommenden Wochenende nicht zu protestieren. Doch diese Appelle stoßen weitgehend auf taube Ohren.

Ein Demonstrant an einer Straßenblockade erklärt: "Wir verstehen den Schmerz der Menschen in Straßburg, aber unsere Bewegung muss weitermachen, denn sie ist notwendig und berechtigt."

Und ein anderer meint: "Am Samstag fahre ich nach Paris - zusammen mit Freunden. Ehrlich gesagt macht es keinen Spaß, es nervt sogar, aber ich mache es... für meine Kinder."

Als einziger Politiker rief Jean-Luc Mélenchon von "La France Insoumise" - schon bevor der mutmaßliche Angreifer von Straßburg erschossen wurde - zu weiteren Protesten auf. Er forderte auch eine Schweigeminute für die sechs Menschen, die im Lauf der Gelbwesten-Proteste ums Leben gekommen sind.

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