Erste Klagen nach Waldbränden in Griechenland

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Von Euronews
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Die Familie eines Opfers forder Schadensersatz vom Staat.

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Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland im Sommer 2018 mit 100 Toten wurde nun bei Gericht in Athen eine erste Klage eingereicht. Die Familie eines 70-jährigen Mannes, der unweit seines Hauses in Flammen umkam, als er versuchte, mit seinem Wagen zu entkommen, fordert von den Behörden Schadensersatz. Sie sieht eine große strafrechtliche und zivilrechtliche Verantwortung auf Seiten des Staates.

Der Anwalt Antonis Foussas sagt: „An diesem Tag gab es viele Versäumnisse. Gesetze wurden nicht eingehalten, Feuerwehrleute wurden fälschlicherweise aus dem östlichen Attika in ein anderes Gebiet außerhalb von Athen verlegt. Von Anfang an gab es nicht genug Einsatzkräfte, um das Feuer gleich zu löschen, als es um 16.30 Uhr in den Bergen ausgebrochen ist. Es hätte verhindern können, dass sich das Feuer ausbreitet und zu einer solch großen Zerstörung führt", erklärt der Anwalt.

In den kommenden Monaten will dieselbe Anwaltskanzlei noch 20 weitere Klagen im Namen von Familienangehörigen von Opfern einreichen. Die Ermittlungen sollen bis zum 15.Januar abgeschlossen werden. Wann ein möglicher Prozess stattfinden könnte, ist aber noch offen.

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