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Eilmeldung

5 tote Teenager in "Escape Room": Sicherheitskampagne in Polen

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Agencja Gazeta/Cezary Aszkielowicz/via REUTERS
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Nach der tödlichen Brand-Tragödie bei einem sogenannten "Escape Game" in Polen konzentriert sich alles auf die Ermittlung der Ursache.

Die tragische Geburtstagsfeier fand in der polnischen Stadt Koszalin (auf Deutsch: Köslin) in Westpommern statt. Laut Angaben der Feuerwehr starben bei dem Brand fünf 15-jährige Mädchen, ein 25-Jähriger wurde verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr war der Brand in einem Nebenraum ausgebrochen, Medienberichte («Gazeta Wyborcza») sprechen von der Explosion einer Gasflasche. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf - unter anderem sollen Zeugen und der Besitzer des Spiele-Unternehmens befragt werden.

Beim "Escape Game" versuchen die Teilnehmerinnen oder Teilnehmer gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, um aus einem abgeschlossenen Raum, dem sogenannten "Escape Room", zu entkommen.

Nicht nur in Polen sind viele geschockt.

Noch an diesem Samstag sollen die Brandschutzmaßnahmen in allen Escape-Räumen in Polen überprüft werden, kündigte der polnische Innenminister Joachim Brudzinski an.

Tomasz Kubiak, Sprecher der örtlichen Feuerwehr:

"General Leszek Suski, der Oberbefehlshaber der Feuerwehr, hat entschieden, dass alle Fluchträume, Spielezentren und Vereine von Brandschutzinspektoren überprüft werden, mit besonderem Augenmerk auf Evakuierungspläne und Fluchtwege. An jedem Ort sollte es einen Moderator geben, der in der Lage ist, die Räume aufzuschließen und die Menschen herauszulassen. Wir werden dies prüfen und es wird streng kontrolliert."

Das Spiel erfreut sich in den letzten Jahren in vielen Ländern immer
größerer Beliebtheit. Die Betreiber von «Escape-Rooms» müssen in
Polen bisher keine besonderen Genehmigung der Feuerwehr einholen.

"VERHEERENDE TRAGÖDIE"

Der polnische Präsident Andrzej Duda nannte den Brand auf Twitter eine "verheerende Tragödie". Fünf fröhliche Mädchen seien vorzeitig aus dem Leben gerissen worden.

In den sozialen Medien teilen viele in Polen die traurige Nachricht.

su