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Kurz: „Natürlich muss das Großbritannien auch wollen“

Kurz: „Natürlich muss das Großbritannien auch wollen“
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Philip Hammond, als Schatzkanzler für Wirtschaft und Finanzen in der britischen Regierung verantwortlich, konnte sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Fragen nach dem EU-Austritt seines Landes kaum retten. Auch Österreichs Kanzler Sebastian Kurz äußerte sich zu möglichen Lösungen der festgefahrenen Situation.

„Es gibt in Großbritannien ein Bewusstsein, dass die Europäische Union bereit ist, alles zu tun, um den Hard Brexit zu vermeiden - bereit ist, wenn es notwendig ist, auch den Austrittstermin zu verschieben, aber natürlich muss das das Großbritannien auch wollen", so Kurz. " Das Idealszenario: Die Zeit nutzen, die wir haben. Wenn das nicht reicht, bis zum Austrittstermin, eine Verschiebung, aber nicht bis über die Europawahlen hinaus. Und wenn alle Stricke reißen, dann muss sowieso das gemeinsam noch mal beurteilt werden.“

Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite schlägt eine andere Lösung vor, um die Hängepartie zu beenden.

„Je mehr wir versuchen, jegliche Form von Unsicherheit zu verlängern, desto schlimmer wird es für beide Seiten. Und in diesem Fall wäre es besser, das Chaos bald zu beenden, selbst ohne Abkommen oder mit irgendeinem Abkommen. Denn selbst wenn der schlimmste Fall eintritt und es kein Abkommen gibt, werden wir sofort Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über besonders heikle Themen einleiten. Das dauert nur einige Monate“, betonte Grybauskaite.

Das Unterhaus des britischen Parlaments hat unterdessen seine Debatte über den Plan B der Regierung fortgesetzt. Kritiker bezweifeln, dass die nur vage angedeuteten Änderungen für eine Zustimmung durch das Parlament ausreichen werden.