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Varadkar: Briten schaffen Probleme für andere

Varadkar: Briten schaffen Probleme für andere
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Die Briten haben mit ihrem Brexit nicht nur Probleme für sich selbst geschaffen, sondern auch für Millionen Menschen, die dagegen waren oder die nicht einmal gefragt worden, vor allen Dingen für die Iren. Das sagt Irlands Regierungschef Leo Varadkar in Davos.

"Das Problem mit einem festen Termin ist genau das: der feste Termin. Auch wenn sie sagen, eine harte Grenze werdet ihr nicht vor drei, fünf, sechs oder zehn Jahren haben, ... danach aber eben doch. Und dann haben wir das Problem. Viele Briten sagen, sie wollen keine harte Grenze, und auch keinen Backstop, was bieten sie denn dann an? Ein vages Versprechen, das irgendwie auszudiskutieren, zu lösen mit irgendeiner Technik, die noch nicht existiert."

"Die einzige Möglichkeit, eine harte Grenze zu vermeiden, ist, dieselben Zoll- und Marktbegrenzungen zu haben. Und das steht in direktem Konflikt mit der Ansicht, dass Großbritannien alles im Alleingang bewältigen kann. Die Briten können nicht alles haben: die Vorteile der EU in Sachen Handel und gleichzeitig ihre eigene unabhängige Handelspolitik."

"Wir sollten nie vergessen, dass das Ganze ein Problem ist, das die Briten kreiert haben. Sie schaden sich selbst, aber das ist ihr Bier. Aber sie schaffen einen Haufen Probleme für Menschen, die nie für einen Brexit gestimmt haben, die meisten in Nordirland, und für die, die nie gefragt wurden, nämlich die Menschen in der Republik Irland."