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Zuspruch für Merkel: Wirtschaftsfachleute warnen vor Ende des Multilateralismus

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Eine Abkehr vom multilateralen Ansatz in Handel und internationalem Beziehungsgeflecht könnte schwerwiegende Folgen haben. Vor dieser Gefahr warnte beim Weltwirtschaftsforum in Davos die kommissarische Weltbankpräsidentin Kristalina Georgiewa. Gegenüber euronews sagte die Bulgarin:

„Wir sind voneinander abhängig, es gibt keine Lösungen, die jedes Land für sich treffen kann. Das weltweite Wachstum verlangsamt sich, und das fordert von uns, uns noch mehr auf das zu konzentrieren, von dem wir wissen, dass es für das Wachstum, die Arbeitsplätze und die Verringerung der Armut gut ist: Und das ist Handel“, so Georgiewa.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, begrüßte das Plädoyer für Multilateralismus, welches seine Landsfrau, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, abgegeben hatte.

Hoyer: „Das ist die Schlüsselbotschaft, denn die gesamte Weltwirtschaft steht auf dem Spiel, wenn wir zulassen, dass sich diese größte Gefahr, die es in den vergangenen 50 Jahren für den Multilateralismus gegeben hat, fortsetzt. Das bedeutet, dass insbesondere die Europäer die Kurve kriegen müssen.“

Merkel hatte in ihrer Rede gefordert, einer Fragmentierung der internationalen Ordnung durch Reformen entgegenzuwirken und entsprechende Institutionen dem tatsächlich bestehenden weltweiten Kräfteverhältnis anzupassen.