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Interpol: Ermittlungen in Nairobi

Interpol: Ermittlungen in Nairobi
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Immer wieder ist Kenia Ziel des islamistischen Terrors der al-Shabaab-Milizen, die Zivilisten zahlen den höchsten Preis. Mitte Januar starben mehr als 20 Menschen bei einem Angriff auf einen Hotel- und Bürokomplex in der Hauptstadt Nairobi.

Interpol arbeitet eng mit den kenianischen Ermittlern zusammen. Der Direktor des Polizeidienstes bei Interpol sagte gegenüber Euronews:

"Der Angriff im Januar war anders als die Angriffe vor einigen Jahren. Dennoch sehen wir auch Ähnlichkeiten, zum Beispiel mit dem Angriff in Mumbai. Al-Shabaab passt sich an, entwickelt seine Taktik weiter."

Die Zusammenarbeit zwischen den afrikanischen Ländern müsste sich noch verbessern, meint der Australier, ebenso wie eine Verschärfung der Grenzen, denn Terroristen halten sich nicht an Grenzen. Morris erklärte:

"Terroristen können zuschlagen, weil die Grenzen nicht dicht sind. Wir müssen natürlich mit unseren Kollegen in Afrika eng zusammenarbeiten ebenso wie mit Europa und Nordamerika. Wir wollen schließlich wissen, wer kommt über eine Grenze und zu welchem Zweck. Interpol hat (in den vergangenen drei, vier Jahren) viel Unterstützung und Informationen in Bezug auf die Bewegungen der Terroristen bekommen. Unser Wissen wollen wir mit denen teilen, die in vorderster Front gegen den Terrorismus kämpfen."

Interpol meint, es bestünden gute Chancen, die Hintermänner des Angriffs in Nairobi bald zur Rechenschaft ziehen zu können. Die enge Zusammenarbeit mit den Ermittlern vor Ort sei unabdingbar. Der Kampf gegen den islamistischen Terror sei jedoch noch lange nicht vorbei.