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USA verhandeln mit Venezuelas Machthaber Maduro

USA verhandeln mit Venezuelas Machthaber Maduro
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REUTERS/Andres Martinez Casares
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Inmitten der Staatskrise Venezuelas sind nun die venezolanische und US-amerikanische Regierungen in Verhandlungen eingetreten. Das hat Machthaber Nicolás Maduro bekannt gegeben: "Heute ist der 26. Januar, und wir haben zugesagt, Verhandlungen aufzunehmen. Ziel ist es innerhalb von 30 Tagen ein Büro einzurichten, das die offiziellen Interessen zwischen der US-amerikanischen und venezolanischen Regierung vertritt."

Guaidó: Habe Regierungsvertreter getroffen

Der venezolanische Oppositionsführer und selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó hat unterdessen verkündet, er habe sich mit Regierungsvertretern getroffen, um sie von der Notwendigkeit von Neuwahlen zu überzeugen. Dazu Guaidó: "Jeder, der die Machtergreifung Maduros beenden und eine Übergangsregierung und freie Wahlen erreichen will, ist herzlich zu einem Gespräch eingeladen. Wir haben das die ganze Zeit über gesagt."

Merkel: Volk Venezuelas "muss frei entscheiden können"

Zuletzt hatten etliche europäische Staaten den Druck auf Machthaber Maduro erhöht. In einer konzertierten Aktion haben Berlin, Paris, Madrid und London dem umstrittenen Staatschef eine Frist von acht Tagen gesetzt, um freie und faire Wahlen anzukündigen. "Das Volk Venezuelas muss frei und in Sicherheit über seine Zukunft entscheiden können", ließ Kanzlerin Angela Merkel am Samstag die Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz via Twitter fordern. Würden nicht binnen acht Tagen Wahlen angekündigt, "sind wir bereit, Juan Guaidó als Interimspräsidenten anzuerkennen."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez äußerten sich auf Twitter fast genauso wie Merkel. Auch die Niederlande und Großbritannien schlossen sich an.

Maduros Regierung: Lassen uns keine "Befehle erteilen"

Venezuelas Regierung wies das Ultimatum zurück. "Wir werden niemandem erlauben, uns irgendwelche Befehle zu erteilen", sagte Außenminister Jorge Arreaza vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Wir werden unseren Weg der Demokratie fortsetzen."

Auch Maduros Verbündeter Russland wies die Forderung nach einer Neuwahl umgehend zurück. Damit werde die innenpolitische Situation "im befreundeten Venezuela" nur verschärft, hieß es aus dem Außenministerium in Moskau. Die offene Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates müsse enden.