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Razzien in Berlin wegen Überfall auf Geldtransporter - 180 Beamte beteiligt

Razzien in Berlin wegen Überfall auf Geldtransporter - 180 Beamte beteiligt
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Nach dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter vom Oktober 2018 hat die Polizei in Berlin an diesem Dienstag mehrere Razzien durchgeführt

Laut Berliner Morgenpost wurde mindestens ein Verdächtiger festgenommen. Durchsucht wurden mehrere Wohnungen eines 25 Jahre alten Deuscht-Libanesen und eines 38 Jahre alten Deutsch Irakers. 180 Polizeibeamte waren an dem Einsatz beteiligt. Die Durchsuchungen fanden laut Polizei in Kreuzberg, Tempelhof und Steglitz statt.

Spektakulärer Überfall

Die maskierten und bewaffneten Männer hatten im vergangenen Oktober nahe dem Alexanderplatz im Zentrum der deutschen Hauptstadt einen Geldtransporter gestoppt und acht Geldkisten geraubt.

Sie gingen allerdings weitgehend leer aus, weil sie den größten Teil der Beute auf der Flucht wieder verloren.

Es gibt auch ein Video des Überfalls - darauf zu sehen ist der weiße Geldtransporter bereits von zwei dunklen Wagen eingekeilt. Vier schwarz gekleidete und maskierte Männer brechen mit einer Kettensäge und einem hydraulischen Spreizgerät die beiden Hecktüren des Transporters auf. Ein fünfter Mann hält die im Transporter sitzenden Fahrer mit einer Maschinenpistole in Schach.

Bei einer Verfolgungsjagd schießen die Räuber auf das Polizeiauto. Kurz darauf lassen sie im Stadtteil Berlin-Kreuzberg den voll beladenen Wagen mit den Kisten wegen eines platten Vorderreifens stehen. Sie entkommen mit dem zweiten Auto, müssen aber die gesamte Beute aus sieben Kisten im beschädigten Auto zurücklassen.

Die Ermittlungen werden von einem Kommissariat für Überfälle sowie, wegen der Schüsse auf die Polizisten, einer Mordkommission geführt. Es wurde ermittelt, ob die Räuber zu einer der organisierten Banden oder Clans in Berlin oder zu einer Gruppierung aus dem Ausland gehören.

Seit vielen Jahren verüben verschiedene Täterbanden in Berlin immer wieder spektakuläre Raubtaten. Überfallen wurden etwa ein Pokerturnier in einem Luxushotel, die Uhren- und Schmuckabteilung im Luxuskaufhaus KaDeWe sowie immer wieder Geldtransporter und Juweliere. Verurteilt wurden für manche Taten Mitglieder arabischstämmiger Großfamilien, bei anderen Delikten führten die Spuren zu tschetschenischen Banden in Berlin oder nach Osteuropa.