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Apple zahlt Millionen an französischen Fiskus

Apple zahlt Millionen an französischen Fiskus
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Im Streit um Steuernachzahlungen hat sich Apple mit Frankreich geeinigt. Der Technologiekonzern zahlt dem französischen Fiskus - französischen Medienberichten zufolge - rund 500 Millionen Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren nach.

Vor allem Frankreich macht sich für die Einführung einer Digitalsteuer stark, so erklärte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire: "Die Digitalsteuer ist ein Moment der Wahrheit für Europa, entweder werden wir uns einigen oder wir bleiben uneinig und werden dadurch schwächer."

Denn bisher werden Digitalunternehmen wie Amazon, Facebook oder Google trotz hoher Gewinne in Europa kaum besteuert - sie haben ihren einzigen Firmensitz im Steuerparadies Irland.

Die EU drängt deshalb auf die Einführung einer Digitalsteuer, mit der Werbeeinnahmen und die Einnahmen aus dem Handel der Nutzerdaten von Internetkonzernen besteuert werden sollen.

Die EU-Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, für Digitalriesen wie Google und Facebook mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einem Online-Umsatz von 50 Millionen Euro in Europa drei Prozent Ertragssteuer zu erheben.

Doch bis zur einer EU-weiten Einigung kann es noch dauern: zuletzt hatten die EU-Finanzminister einen von Frankreich und Deutschland erarbeitenden Vorschlag abgelehnt.