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Eilmeldung

Britische Notenbank: "No-Deal-Brexit" Gift für die Wirtschaft

Britische Notenbank: "No-Deal-Brexit" Gift für die Wirtschaft
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Noch 50 Tage bis zum "Brexit", noch knapp eine Woche bis das britische Parlament eigentlich erneut über den Austritts-Vertrag abstimmen soll – wenn es bei dem Termin bleibt.

Schon vor knapp drei Jahren ("The Telegraph", 08/03/2016) nannte Mark Carney den britischen EU-Austritt das „größte Risiko für Großbritanniens finanzielle Stabilität“. Und das sei normalerweise mit schlechten wirtschaftlichen Ergebnissen verbunden, „wie wir es in der Vergangenheit gesehen haben."

Der Chef der Bank of England bleibt dabei. Mark Carney:

''Im „Brexit“-Nebel schwanken die Wirtschaftsdaten auf kurze Sicht stark. Fundamental gesehen schafft er eine ganze Reihe von Spannungen in der Wirtschaft, Spannungen für die Unternehmen. Obwohl viele Firmen ihre Notfallplanung verstärkt haben, ist die Wirtschaft als Ganzes noch immer nicht auf einen No-Deal gefasst, einen Austritt ohne Übergangsphase."....

"Was den Brexit angeht, ist diese Ungewissheit selbst einer der Faktoren, die die derzeitigen Aussichten für Wachstum und Inflation prägen."

REZESSION NICHT AUSGESCHLOSSEN

Die britische Notenbank stutzte ihre Konjunkturprognose deutlich zusammen. Sie erwartet 2019 nur noch 1,2 Prozent Wachstum - im November waren es noch 1,7 Prozent. Es wäre das geringste Plus seit zehn Jahren. Für 2020 erwarten die Währungshüter nur noch 1,5 Prozent Anstieg des Bruttoinlandsproduktes.

Die Notenbank hatte bereits mehrfach vor gravierenden Folgen für den Fall eines ungeregelten "Brexits" gewarnt. Im schlimmsten Fall könnte die Inflation demnach auf über sechs Prozent steigen.

Ende November hatte die BoE ("WiWo" 28/11/2018) nach einem ungeordneten EU-Austritt in Großbritannien die heftigste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg nicht ausgeschlossen. Sollte das mit Brüssel ausgehandelte Abkommen mit der EU bis dahin nicht in Kraft treten können, dürfte die britische Wirtschaft innerhalb eines Jahres um acht Prozent schrumpfen, schrieb die Notenbank. Die Folgen: Deutlich mehr Arbeitslose, das britische Pfund könnte um 25 Prozent zum US-Dollar nachgeben, die Preise für Häuser um knapp ein Drittel fallen. In der Spitze könnte der Leitzins bis auf 5,5 Prozent steigen.

su