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40 Jahre Islamische Revolution: Iran will weiter aufrüsten

40 Jahre Islamische Revolution: Iran will weiter aufrüsten
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Der Iran feiert den 40. Jahrestag der Islamischen Revolution. Auf zahlreichen Massenkundgebungen im ganzen Land wurde an den Sturz der Monarchie und die Ausrufung der Islamischen Republik von 1979 erinnert.

In Teheran beschwor Präsident Hassan Rohani die Einheit des Volkes. Er kündigte zudem an, weiter aufzurüsten: "Wir haben nicht und wir werden nicht um Erlaubnis fragen, um verschiedene Raketen-Typen zu entwickeln – seien es Luftabwehrraketen, Seezielflugkörper, Boden-Luft-Flugkörper oder Boden-Boden-Raketen."

Nicht für alle ein Grund zum Feiern

Wegen der anhaltenden Krise steht Rohani auch im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand. Seit dem Austritt der USA aus dem internationalen Atomabkommen im vergangenen Jahr geht es mit der Wirtschaft im Iran bergab.

Inflation, Arbeitslosigkeit und Preise steigen, die Währung verliert massiv an Wert. Auf diese Probleme ging Rohani nicht ein. Stattdessen rief er zum Widerstand gegen „Feinde“ wie die USA und Israel auf.

Zehntausende Anhänger jubelten ihm zu. "Wir sind hier, um dem Feind zu zeigen, dass wir immer standhaft bleiben werden – ganz im Sinne der Revolution. Wir unterstützen noch immer unseren Führer und Imam von damals. Wir werden den Weg des Islam weitergehen", sagte eine Teilnehmerin der Kundgebung.

Abseits der Feierlichkeiten beklagten die Menschen die wachsende Ungerechtigkeit im Land – verursacht durch die politische Elite. Doch auf den vom Staat organisierten Großveranstaltungen wurde nur leise Kritik geübt.

“Ja, es gibt Missstände und einige Staatsbeamte machen ihre Arbeit nicht gut. Aber hier geht es darum, die Revolution zu feiern. Die Zeit vor dem Aufstand war wie eine dunkle, schwarze Nacht. Dagegen ist heute heller Tag", so ein Mann aus Teheran.

40 Jahre Islamische Politik

An der Spitze der Revolution von 1979 stand der schiitische Geistliche Ajatollah Ruhollah Chomeini, der von seinem Pariser Exil aus den Sturz des Schahs vorbereitet hatte. Danach kehrte er zurück und rief die Islamische Republik aus. Seitdem versteht sich der Iran als Gottesstaat, in dem Politik und Religion eine untrennbare Einheit bilden.