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Moldawien: Sozialisten vorn

Moldawien: Sozialisten vorn
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REUTERS/Vladislav Culiomza
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Bei der Parlamentswahl in Moldawien sind die oppositionellen Sozialisten, PSRM, mit 31 Prozent der Stimmen als Sieger hervorgegangen. Auf Platz 2 das prowestliche Bündnis, ACUM DA PAS. Dagegen musste die regierende, ebenfalls prowestlich eingestellte Partei der Demokraten des Oligarchen Vladimir Plahotniuc, PDM, Verluste hinnehmen und kam nur auf Platz 3.

Plahotniuc gilt als reichster Mann des verarmten Landes und als der Politiker mit dem größten Einfluss. Russland wirft ihm kriminelle Machenschaften vor.

Die Ex-Sowjetrepublik Moldawien wird sowohl von der EU als auch von Russland umworben.

Vor allem für den prorussischen Präsidenten Igor Dodon, der die Sozialisten unterstützt und mit Abstand der populärste Politiker des Landes ist, galt die Abstimmung als Erfolg.

3,27 Millionen Menschen waren aufgerufen, 101 neue Abgeordnete für das Parlament in der Hauptstadt Chisinau zu wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei unter 50 Prozent.

Busse aus Transnistrien

Vor allem Korruption gilt in dem kleinen Nachbarland von EU-Mitglied Rumänien weiter als großes Problem. Viele Bürger arbeiten als Migranten in der EU und in Russland, um sich ein besseres Leben leisten zu können.

Am Wahltag gab es mehrere Berichte über Manipulationsversuche. So warfen sich beide Seiten vor, es seien aus der von Russland kontrollierten abtrünnigen Konfliktregion Transnistrien viele Wähler für die Stimmabgabe bezahlt worden. Auch Wahlbeobachter sprachen von einem sichtbaren Andrang an den Urnen. Moldawier aus Transnistrien seien mit Bussen über die Demarkationslinie gefahren worden.

Es galt ein neues Wahlrecht, bei dem erstmals neben Parteien mit ihren Listen auch Direktkandidaten zum Zuge kamen. Zugelassen waren 14 Parteien sowie ein Block aus 46 Parteien.

Reichster Mann Moldawiens: Oligarch Plahotniuc
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