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Nach Kuh-Attacke: Auf Österreichs Almen droht Wanderverbot

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Werden Österreichs Bergweiden zukünftig für Wanderer gesperrt? Diese Frage beschäftigt derzeit Bauern, Bergsportler sowie Regierungsvertreter.

Denn: Vor fünf Jahren war eine deutsche Urlauberin im Tiroler Pinnistal von Kühen zu Tode getrampelt worden. Der betroffene Landwirt ist darufhin verurteilt worden, und muss nun 490.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Landwirtschaftskammer befürchtet Sperre von Wanderwegen

Sollte das Gerichtsurteil in zweiter Instanz bestätigt werden, hätte dies dramatische Folgen. Wanderwege über Almen müssten für Wanderer gesperrt werden, denn eine verpflichtende Einzäunung sei Bergbauern finanziell nicht zumutbar, so die Landwirtschaftskammer. Das würde ansonsten ein Ende der Weidewirtschaft bedeuten.

Urteil hat "eingeschlagen wie eine Bombe"

Der Präsident der Tiroler Landeskammer Josef Hechenberger zeigte sich besorgt: "Dieses Urteil hat eingeschlagen in der Bauernschaft wie eine Bombe. Ich hab' das noch nie erlebt, dass so viele Menschen verunsichert, ratlos, hilflos anrufen und sagen: Wie geht es mit der Almwirtschaft weiter?"

Bauern wollen schon erste Wanderwege sperren

Zuletzt hat ein Tiroler Bauer angekündigt, mehrere Wanderwege rund um seine Alm sperren zu wollen. Zwei weitere Bergbauern aus Oberösterreich stellen offenbar ähnliche Überlegungen an. Das berichtete die Tiroler Tageszeitung.

Laut Hechenberger besteht ein Interessenskonflikt: "Es gibt die Lösung, dass die Kühe zuhause bleiben, das ist die schlechteste für die Almwirtschaft. Die zweite Lösung wäre, die Almen zu sperren für Wanderer und Freizeitsportler, das ist gerade für den Tourismus die schlechteste Lösung."

Am Mittwoch soll nun ein runder Tisch mit Interessensvertretern stattfinden, um alle offenen Fragen zu klären. Sowohl Bauern als auch Bergsportler hoffen, doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden.