Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Dschihadist Nemmouche muss lebenslang ins Gefängnis

Dschihadist Nemmouche muss lebenslang ins Gefängnis
Copyright
REUTERS/Yves Capelle
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Knapp fünf Jahre nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel ist das Strafmaß gegen den Hauptangeklagten verkündet worden. Der Franzose Mehdi Nemmouche muss für den vierfachen Mord lebenslang ins Gefängnis. Sein Komplize Nacer Bendrer, der ihm Waffen für den Anschlag geliefert hatte, wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt.

"Jetzt können die Familien endlich mit dem Trauern beginnen"

Für die Angehörigen der Opfer eine große Erleichterung, sagte Vincent Bodson, der Anwalt zweier Frauen, deren Eltern bei der Attacke getötet wurden. Nun könnten sie endlich mit dem Trauern beginnen.

"Die Urteile sind vollkommen fair. Sie stehen im Einklang mit dem Prozessverlauf – genau wie mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Angeklagten", so Bodson am Montagabend in Brüssel.

Nemmouche bestritt die Tat

Der Attentäter – einer der ersten französischen Syrienrückkehrer – bestritt die Tat. Sein Verteidiger argumentierte, Nemmouche sei das unschuldige Opfer eines iranisch-libanesischen Geheimdienstkomplotts – was das Brüsseler Gericht als Verschwörungstheorie zurückwies.

Der heute 33-Jährige hatte im Mai 20 14 in Brüssel ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und einen Belgier erschossen. Als ihn kurz darauf Ermittler bei einer Verkehrskontrolle in Frankreich festnahmen, hatte Nemmouche eine Flagge des sogenannten „Islamischen Staats“ dabei. Der Angriff gilt als erster Anschlag im Namen des IS auf europäischem Boden.