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In Venezuela fließt wieder Strom, das Chaos bleibt

In Venezuela fließt wieder Strom, das Chaos bleibt
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Angespannte Ruhe in den Straßen von Caracas nach dem großen Blackout. Sieben Tage mussten die Venezolaner ohne Strom ausharren, nun ist die Energieversorgung wieder vollständig hergestellt. In den Cafés und Geschäften kehrt langsam wieder Leben ein, an den Tankstellen gibt es wieder Kraftstoff.

Blackout vorbei, Chaos bleibt

Kommunikationsminister Jorge Rodríguez hatte die Botschaft gestern verkündet: "Präsident Nicolas Maduro hat entschieden, dass die Menschen ab dem morgigen Donnerstag ihre Arbeit wieder aufnehmen." Schulen und Universitäten dagegen sollen erst am Freitag wieder öffnen.

Der tagelange Stromausfall hatte Venezuela an den Rand des Zusammenbruchs geführt. Verkehrschaos auf den Straßen, in den Krankenhäusern starben Patienten, Lebensmittel vergammelten, die Menschen zweigten Wasser aus Bächen und Flüssen ab.

Ermittlungen gegen Juan Guaido

Der Strom fließt nun wieder, aber die Spuren bleiben. Ladenbesitzer beklagen Millionenschäden durch Plünderer. Laut Opposition haben Korruption und Misswirtschaft innerhalb der Maduro-Regierung zu dem Chaos geführt.

Maduro selbst macht einen Hackerangriff für den Stromausfall verantwortlich - geplant von den USA und der Opposition. Er hat Ermittlungen wegen Sabotage gegen den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido eingeleitet.