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Orban will "Niedergang Europas" aufhalten

Orban will "Niedergang Europas" aufhalten
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Ungarn gedenkt des Ausbruchs der Revolte gegen die Habsburger von 1848/49. Außer Ministerpräsident Orban sprach bei der Feier auch dessen polnischer Amtskollege Mateusz Morawiecki.

Ungarn und Polen unterstützen sich gegenseitig, um die gegen beide Länder wegen des Abbaus der Demokratie auf den Weg gebrachten Rechtsstaatsverfahren in der EU unwirksam zu machen.

Die seit mehr als 1000 Jahren in Freundschaft verbundenen Nationen der Ungarn und der Polen würden "für ein besseres Europa kämpfen", betonte Morawiecki.

In seiner Rede vor Tausenden Anhängern im Zentrum von Budapest, forderte Orban, den Niedergang Europas aufhalten:

"Allen, die ein Imperium aufbauen und ihre Schatten über Mitteleuropa ausbreiten wollen, schicken wir die Botschaft, dass sie sich der starken polnisch-ungarischen Beziehungen bewusst sein müssen".

Orban vermied es in seiner Rede, von ihm nicht geschätzte europäische Politiker beim Namen zu nennen:

"Wir wollen einen Neustart, um Europa vor dem Verfall zu bewahren. Wir wollen den Albträumen der Idee der Vereinten Nationen Europas ein Ende setzen, damit Europa wieder den Europäern gehören kann".

Zuletzt hat eine Anti-Brüssel-Plakatkampagne der Orban-Regierung für Unmut in der EU gesorgt. Sie sieht darin eine Diffamierung von Kommissionschef Jean-Claude Juncker und dem liberalen US-Investor George Soros mit falschen Behauptungen über die Migration.