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Drittes Brexit-Votum auf der Kippe

Drittes Brexit-Votum auf der Kippe
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Die Regierung in London könnte eine für diese Woche geplante Abstimmung über den Brexit-Vertrag noch kurzfristig absagen - wenn sie keine Mehrheit zusammenbekommt. Das sagten mehrere Minister übereinstimmend in Interviews am Wochenende.

In der vergangenen Woche hatte das Unterhaus gegen den ausgehandelten Brexit-Deal von Premierministerin May gestimmt. Schatzmeister Philip Hammondäußerte sich jedoch für einen neuen Versuch optimistisch.

"Seit vergangenen Dienstag ist es uns gelungen, einige Kollegen umzustimmen, darunter auch einige Prominente", sagte Hammond. "Sie sind jetzt auch der Meinung, dass die Alternativ so schlecht wäre, dass der Plan der Premierministerin der beste Weg ist, um in den Brexit zu gehen."

Die oppositionelle Labour-Partei setzt ohnehin auf ein vorzeitiges Ende der Regierung - noch vor dem Brexit. "Die Regierung wird ihren Vorschlag zum Brexit offenbar noch einmal in dieser Woche ins Parlament bringen. Ich gehe davon aus, dass sie erneut verlieren. Und ich denke, dass an dieser Stelle ein Misstrauensantrag angemessen wäre. Es muss eine Wahl geben, damit die Bürger des Landes entscheiden können", sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn.

Viel wird vom Verhalten der nordirischen Democratic Unionist Party abhängen. Sie war bisher unzufrieden mit dem, was Premierministerin May über die Zukunft der Grenze zu Irland ausgehandelt hatte. Die Regierungschefin drohte in einem Zeitungsbeitrag am Sonntag, bei einem "Nein" zu ihrem Plan drohe eine lange Wartezeit bis zu einer nächsten.