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Neuseeland: Ardern-Appell an soziale Medien

Neuseeland: Ardern-Appell an soziale Medien
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Neuseeland versucht, den Doppelanschlag von Christchurch zu bewältigen. Unweit einer der beiden überfallenen Moscheen versammelten sich hunderte Schülerinnen und Schüler zu einer Andacht im Hagley Park.

Aus Respekt vor den 50 Todesopfern wurde Neuseelands größte Waffenmesse abgesagt, die am nächsten Wochenende stattfinden sollte. Noch immer werden 31 Opfer des Anschlags in Krankenhäusern behandelt.

Nach einer Krisensitzung des Kabinetts kündigte Regierungschefin Jacinda Ardern schärfere Waffengesetze an und nahm auch Soziale Medien in die Pflicht: "Ich möchte unsere Social Media Plattformen aller Art auffordern, die Verantwortung zu übernehmen, die sowohl zu diesen Ereignissen führt als auch diejenigen einschließt, die solche Botschaften anschließend im Internet verewigen. Es gibt viel Arbeit zu erledigen."

Legaler Waffenkauf

Der mutmaßliche Täter hatte die Anschläge mit einer Kamera live im Internet übertragen. Die Waffen dafür erwarb der 28-jährige Australier legal über den neuseeländischen Online-Shop Gun City Store.

Dessen Inhaber, David Tipple, sagte auf einer Pressekonferenz: "Gun City hat dem mutmaßlichen Schützen vier Schusswaffen der Kategorie A und Munition verkauft. Alle Verkäufe entsprachen den behördlichen Bestimmungen für Online-Bestellungen. Gun City hat ihm keine halbautomatischen Waffen der militärischen Kategorie MSSA verkauft."

Der mutmaßliche Todesschütze entzog seinem Pflichtverteidiger das Mandat und will sich offenbar vor Gericht selbst verteidigen. Die zwei überfallenen Moscheen sollen am Freitag wieder öffnen.