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Judo Grand Prix: Jubel und Buhrufe in Tiflis

Judo Grand Prix: Jubel und Buhrufe in Tiflis
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Tag eins beim Judo Grand Prix im georgischen Tiflis – was für ein Tag für die Französin Mélanie Clément. Eindrucksvoll kämpfte sie sich bis ins Finale der Gewichtsklasse bis 48 Kilo – wo mit Weltmeisterin Daria Bilodid aus der Ukraine eine echte Angstgegnerin wartete. Doch Clément setzte sich durch, legte Bilodid gleich mehrmals auf die Matte. Das brachte ihr die Goldmedaille und unseren Frau-des-Tages-Titel ein.

Im Interview verriet sie uns ihren Schlüssel zum Erfolg: “Bilodid ist eine sehr große Frau – mit einem starken linken Arm. Also habe ich mich voll auf diesen Arm konzentriert. Mir war klar: Wenn ich es schaffe, ihn zu stoppen, bevor sie zugreifen kann, habe ich eine Chance."

-60kg: Georgische Fans bejubeln Chkhvimiani

Unser Mann des Tages ist Lukhumi Chkhvimiani. Der Georgier holte sich in Tiflis den dritten Heimsieg in Serie. Im Finale triumphierte er mit einem Waza-ari über Walide Khyar aus Frankreich. Der entpuppte sich als hartnäckiger Gegner und brachte Chkhvimiani ganz schön ins Schwitzen, bis dieser sich dann doch von den heimischen Fans bejubeln lassen konnte.

Gold für Judoka aus Italien und Israel

Bei den Frauen in der Klasse bis 52 Kilogramm freute sich die Italienerin Odette Giuffrida über Gold. Zuvor hatte sie Gili Cohen aus Israel zweimal mit ihrem typischen Fußschwung zu Fall gebracht.

Bei den Männern unter 66 Kilogramm kämpfte sich Tal Flicker aus Israel bis ganz oben aufs Siegerpodest. Im Finale musste er sich nicht nur gegen den Georgier Giorgi Tutashvili durchsetzen, sondern auch gegen die Zuschauer, die den World-Tour-Anfänger Tutashvili lauthals anfeuerten.

Doch Flicker blieb unbeeindruckt, ließ dem 20-jährigen Publikumsliebling am Ende keine Chance. "Mein Gegner ist jung und Georgier. Klar, da wollte er sich beweisen. Ich hatte mich auf den Lärm in der Halle eingestellt. Das Schöne am Judo ist: Man kann nicht immer gewinnen, und manchmal verlieren auch die Besten. Wichtig ist, dass man an seinem Plan festhält und an sich glaubt", so Flicker nach dem Triumph.

Unser Duell des Tages

Tutashvili musste sich Flicker geschlagen geben. Doch sein Halbfinalkampf gegen den Inder Jasleen Singh Saini war so schön, dass wir ihn zum Duell des Tages gekrönt haben. Beide gaben alles – steckten Kraft, Herz und Seele in den Kampf. Drama, Fairplay, Hochachtung vor dem Gegner – das ist Judo.