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Streit um Chinas Panda-Diplomatie: Dänemark bekommt 2 Bären

Streit um Chinas Panda-Diplomatie: Dänemark bekommt 2 Bären
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Ab Donnerstag werden zwei Pandas ihr neues Zuhause im Zoo von Kopenhagen beziehen. Ein entsprechendes Abkommen hatte der dänische Ministerpräsident schon vor zwei Jahren in China unterzeichnet.

Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen erklärte: "Es gibt keinen Zweifel, dass diese Geste Chinas davon zeugt, dass wir eine besondere Beziehung haben. Wir sind das einzige nordische Land, das eine strategische Partnerschaft mit China hat."

Für rund 8,7 Millionen Euro pro Jahr leiht sich der dänische Zoo die drolligen Bären aus. Sie bleiben aber, wie alle Pandabären weltweit, Eigentum Chinas. Das Land der Mitte kann die Tiere jederzeit zurückfordern.

Experten der Universität Oxford zufolge verfolgt China mit dem Verleih von Pandabären eine klare Strategie. Die Tiere werden als Bonus für den Abschluss von Handelsabkommen verliehen.

Im Fall von Dänemark könnte auch ein anderes Thema eine Rolle gespielt haben, befürchtet Kritikerin Eva Flyvholm, außenpolitische Sprecherin der Rot-Grünen:

"Dänemark bekommt die Pandas weil wir nicht länger die chinesische Unterdrückung von Tibet kritisieren, weil wir uns nicht mehr gegen die chinesischen Verstöße gegen die Menschenrechte aussprechen.So gesehen ist es traurig dass wir die Pandas bekommen."

Den Besuchern des Kopenhagener Zoos dürfte die Panda-Politik egal sein. Sie freuen sich darauf, dass die Bären schon bald ihr neues Heim in Kopenhagen beziehen.