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Chavisten-Treffen in Caracas

Chavisten-Treffen in Caracas
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Chacao ist eine der reichsten Gegenden in Caracas und die Hochburg der venezolanischen Opposition. Doch man findet dort auch Anhänger von Präsident Nicolás Maduro. Marlene Vanegas ist bekannt als Rotkäppchen der Revolution. Sie erzählt, dass Hugo Chavez ihr den Spitznamen gab. Ihr Haus ist eine Hommage an den verstorbenen ehemaligen Präsidenten.

Sie sagt, dass Chavismus immer noch präsent sei: "Man kann die Stimmung auf den Straßen sehen. Alle sind gut drauf. Alle sind aktiv. Niemandem geht es schlechter wegen dem, was vergangenen Dienstag passiert ist. Im Gegenteil: Wir sind stärker."

Marlene sagt, es gebe einen Wirtschaftskrieg gegen Venezuela. Sie fürchtet sich vor einer ausländischen Militärintervention.

"Gott bewahre, nein. Die Opposition muss verstehen, dass es Krieg und Tod in den Ländern gab, in denen die USA interveniert haben. Krieg, Tod und Bomben. Die Bomben suchen nicht nach den Chavisten. Bomben fallen auf ein Haus und treffen alle", erklärt Marlene.

Viele Chavisten trafen sich am Wochenende, um Änderungen der Revolution zu diskutieren. Interne Dialoge fanden an öffentlichen Orten wie Schulen statt. Viele kritisierten die Opposition.

"Sie sagen, dass es eine Einheit der Opposition gibt. Aber die existiert nicht. Sie bekämpfen und kritisieren sich selbst", sagt María Oca, eine Lehrerin.

Maduro soll über die Ergebnisse der Debatten unterrichtet werden.

"Die venezolanische Opposition hat am Wochenende demonstriert. Die Gegner von Nicolás Maduro haben das Militär erneut aufgefordert, sich von der Regierung abzuwenden. Sie haben auch ihrer Opfer gedacht. Juan Guaidó wird auch diese Woche zu Demonstrationen aufrufen", berichtet Héctor Estepa für Euronews.