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Belgien: Ex-König hat sich Vaterschaftstest unterzogen

Albert II. und Paola von Belgien (Trauerfeier für Altgroßherzog Jean)
Albert II. und Paola von Belgien (Trauerfeier für Altgroßherzog Jean) -
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Reuters / Francois Lenoir
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Der frühere belgische König Albert II hat sich im Streit mit seiner mutmaßlichen unehelichen Tochter der Justiz gebeugt und einem Vaterschaftstest unterzogen.

Bereits im vergangenen Oktober hatte ein Gericht den 84-Jährigen zu dem Test verurteilt. Die Entscheidung war ein Etappensieg für die Künstlerin Delphine Boël, die seit 2013 um die Anerkennung als Kind Alberts kämpft.

Die heute 51-Jährige sagt, ihre Mutter, die Baronin Sybille de Sélys Longchamps, und Albert II. hätten vor Jahrzehnten eine längere Affäre gehabt. Der ehemalige König bestritt die Vaterschaft und verweigerte sich dem Test bislang.

Delphine Boël mit einem ihrer Anwälte, Juli 2013

Im Mai legte drohte ihm ein Brüsseler Berufungsgericht tägliche Strafzahlungen in Höhe von 5.000 Euro an, sollte er sich nicht dem DNA-Abgleich unterziehen.

Wie belgische Medien berichten erfolgte der DNA-Test an diesem Dienstag, das Ergebnis soll bis zum Ende des Berufungsverfahrens vertraulich bleiben.

Albert II. war von 1993 bis 2013 belgischer König. Nach seiner Abdankung folgte sein Sohn Philippe. Mit der Abdankung verlor Albert II. seine Immunität, dies machte den Weg frei für ein juristisches Verfahren - das Delphine Boël ihren Anwältin zufolge sehr in Mitleidenschaft gezoehn hat.