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Fiat Chrysler sagt Fusion mit Renault ab - Zukunft für beide unsicher

Fiat Chrysler sagt Fusion mit Renault ab - Zukunft für beide unsicher
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Das „Aus“ kam überraschend: Fiat Chrysler (Fiat Chrysler Automobiles, FCA) hat sein Angebot zurückgezogen, mit Renault zu fusionieren. Das italienisch-amerikanische Unternehmen reagierte damit auf die Ansage des französischen Renault-Konzerns, eine Entscheidung über förmliche Fusionsgespräche erneut zu verschieben.

Nach Angaben des französischen Wirtschaftsministeriums habe man eine längere Bedenkzeit haben wollen. Der französische Staat hält rund 15 Prozent an der Renault-Gruppe.

Bruno Le Maire, Frankreichs Minister für Wirtschaft und Finanzen:

"Wir bleiben offen für jede Aussicht auf industrielle Konsolidierung, aber mit der erforderlichen Gelassenheit, ohne Eile, um die industriellen Interessen von Renault und die Interessen Frankreichs zu wahren."

Durch einen Zusammenschluss wäre der weltweit drittgrößte Autoproduzent entstanden, nach Volkswagen und Toyota.

Paolo Griseri, Wirtschaftsjournalist La Repubblica:

"Eines ist sicher: Fiat Chrysler wird nicht länger mit Renault am Tisch sitzen. Renault hat sein Interesse gezeigt, im amerikanischen Markt Fuß zu fassen. FCA hat sich bemüht, in den asiatischen Markt reinzukommen, was bisher eines der Hauptprobleme des Unternehmens war. Jedes Unternehmen hat seine Schwachstellen gezeigt: Vor allem nähern wir uns einem Weltmarkt, in dem der Verkauf von 4 bis 5 Millionen Autos - das ist der Fall bei Renault und FCA - nicht länger ausreicht, um die Zukunft zu garantieren. Meiner Meinung nach war der natürlichste Partner für Fiat Chrysler immer die Firma General Motors."

Fiat-Aktien sackten in einer ersten Reaktion um knapp 2 Prozent ab, Renault-Anteilsscheine verloren 8 Prozent.

su

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