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Trump will 1.000 US-Soldaten aus Deutschland nach Polen schicken

Trump will 1.000 US-Soldaten aus Deutschland nach Polen schicken
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REUTERS/Kevin Lamarque
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Beim Besuch des polnischen Staatschefs Andrzej Duda ließ US-Präsident Donald Trump extra einen F-35-Kampfjet über das Weiße Haus fliegen. Polen hat 32 F-35-Kampfflugzeuge in den USA bestellt. Und Trump hat dem Land versprochen, US-Soldaten aus Deutschland nach Polen zu verlegen - auf einen Stützpunkt, der eventuell sogar "Fort Trump" heißen soll. Das hatte Andrzej Duda ursprünglich vorgeschlagen. In Washington wurde "Fort Trump" dann beim Besuch aber nicht erwähnt.

Auf einer Pressekonferenz im Garten seines Amtssitzes sagte Trump: "Wie wir in unserer gemeinsamen Erklärung darlegen, arbeiten die USA und Polen in punkto Sicherheit zusammen. Polen stellt die Infrastruktur für die Miliärpräsenz von etwa 1000 US-Soldaten. Die polnische Regierung wird dieses Projekt bezahlen."

Deutschland kritisierte Trump wegen mangelnder Verteidigungsausgaben, da Berlin die von der NATO verlangten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in absehbarer Zeit nicht für Militärisches ausgibt.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer betonte allerdings in einer außenpolitischen Rede, wie wichtig es sei, dass Deutschland ein verlässlicher Partner bleibe.

Aus der Sicht des polnischen Präsidenten dürfte der Besuch in Washington ein voller Erfolg gewesen sein. Denn er könnte der seit 2015 mit absoluter Mehrheit regierenden PiS mehr Rückenwind für die im Herbst anstehende Parlamentswahl geben. Auftrieb verlieh den Nationalkonservativen bereits der klare Sieg mit 45,38 Prozent bei der Europawahl - und das trotz internationaler Kritik an umstrittenen Reformen, mit denen sie sich Rechtsexperten zufolge die Justiz unterordneten.