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Hongkonger demonstrieren weiter: Lam soll abtreten

Hongkonger demonstrieren weiter: Lam soll abtreten
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Das umstrittene Auslieferungsgesetz ist vorerst vom Tisch, doch den Demonstranten in Hongkong geht das nicht weit genug. Sie wollen, dass die Peking-nahe Regierungschefin Carrie Lam zurücktritt. Darüber hinaus fordern sie eine Entschuldigung für das harte Vorgehen der Polizei und die vollständige Rücknahme des Gesetzesvorschlags. Ganz in schwarz gekleidet gingen am Sonntag erneut hunderttausende Menschen auf die Straße.

Aktivistin Bonnie Leung von der Civil Human Rights Front erklärte:

"Wir fordern Carrie Lam auf, sich bei den Menschen und den Demonstranten zu entschuldigen und den Vorwurf zurückzunehmen, dass der Protest ein Aufruhr ist. Nur wenn sie sich entschuldigt, die das Gesetz zurückzieht und zurücktritt, werden wir alle Proteste beenden."

Demonstrant stürzt von Baugerüst

In einer Erklärung vom Sonntagnachmittag zeigte die Regierungschefin Reue. Sie wolle die Kritik "aufrichtig und demütig" annehmen hieß es in einer Mitteilung. Man habe verstanden, dass die Menschen aus "Sorge und Liebe" zu Hongkong auf die Straße gegangen seien.

Am Samstag war ein Demonstrant, der ein Plakat an einem Baugerüst aufgehängt hatte, abgestürzt und ums Leben gekommen. Zuvor hatten Rettungskräfte versucht, den 35-Jährigen zu überzeugen herunterzuklettern. Demonstranten legten Blumen am Unglücksort nieder.