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Diskriminierung von LGBTQ: Was passierte beim Stonewall-Aufstand?

Diskriminierung von LGBTQ: Was passierte beim Stonewall-Aufstand?
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REUTERS/Mike Segar
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In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 kam es in New York City zum Stonewall-Aufstand, einem der wichtigsten Ereignisse der Lesben- und Schwulenbewegung in den USA. In diesem Jahr jährt sich der Vorfall zum 50. Mal und ist heute ein wichtiges Symbol im Kampf gegen die Diskriminierung von Menschen aus der LGBTQ-Szene. Regelmäßig erinnern Queere auf der ganzen Welt an das Ereignis und feiern die Gay Pride – der Name Christopher Street Day ist danach benannt.

Ein Rückblick: Das Stonewall Inn war 1969 eine beliebte Bar für Homosexuelle und Transgender in der Christopher Street, Greenwich Village. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni kamen Polizisten in die Bar, um eine Razzia durchzuführen. Das war zu der Zeit keine Seltenheit: Homosexueller Verkehr war in Teilen der USA noch bis 2003 verboten.

In dieser Nacht versammelten sich mehrere Hundert Menschen vor der Bar, um die Polizei gemeinsam zurückzudrängen. Es flogen Steine in Richtung der Polizisten, es kam zu einem offenen Protest gegen die regelmäßige Unterdrückung von Trans- und Homosexuellen.

Stonewall Inn als erstes nationales Monument für die LGBTQ-Rechte

Im Jahr 2016 erklärte der damalige US-Präsident Barack Obama das Stonewall Inn zum ersten nationalen Denkmal für die Rechte von LGBTQ. Das geschah auch als Reaktion auf einen bewaffneten Angriff auf einen Nachtclub für in Orlando, bei dem kurz zuvor am 12. Juni ein Mann 49 Personen aus der Schwulen- und Lesbenszene getötet wurden und viele weitere verletzt.

Kurz vor dem 50. Jahrestag der Aufstände entschuldigte sich der New Yorker Polizeichef James O'Neill stellvertretend für das New York City Police Department (NYPD) offiziell für das Verhalten der Polizisten von damals entschuldigt. "Die Handlungen des NYPD waren falsch – ganz einfach", sagte O'Neill bei einer Pressekonferenz. "Das Verhalten und die Gesetze waren diskriminierend und unterdrückend und dafür entschuldige ich mich." Heute identifizierten sich zahlreiche New Yorker Polizisten als LGBTQ. So etwas wie die Stonewall-Aufstände könne nicht mehr vorkommen, meinte er.