Madonna schockiert mit blutigen Musikclip

Madonna schockiert mit blutigen Musikclip
Schriftgrösse Aa Aa

Madonna schockiert mit einem neuem Musikvideo. Mit dem Clip zu ihrem Song "God's Control" will der 60-jährige Popstar die bestehende Waffengesetze in den USA anprangern.

Szenen in einem Nachtclub zeigen, wie ein Amokläufer um sich schießt, zahlreiche Opfer gehen blutüberströmt zu Boden. "Das Blut der Unschuldigen ist überall", singt Madonna unterdessen oder: "Jeder kennt die verdammte Wahrheit".

Jedes Jahr sterben über 36.000 Amerikaner durch Waffengewalt, heißt es in dem Video am Ende.

Das Video begeistert die sozialen Medien und die Presse: Die englische Tageszeitung "The Guardian" schreibt, Madonna würde mit diesem Video "einen starken Aufruf zu strengeren Waffengesetzen machen"

Viele begrüßen das Engagement des 60-jährigen Popstars für eine strengere Waffenkontrolle in den USA: Madonna zeige die Zerstörung von Waffengewalt deutlich, indem der Videoclip den Kontrast zwischen einem fröhlichen Partyabend und einem Massaker schonungslos darstellt - so der Rolling Stone.

Aber das Video löst auch Kontroversen aus: als "verstörend" empfinden viele ihren Clip. Patience N. Carter überlebte das Attentat am 12. Juni 2016 in einem Nachtclub in Orlando. Sie schreibt auf Twitter: "Wenn Sie ein Überlebender von Waffengewalt sind, sehen Sie sich NICHT Madonnas neues Video an. Bitte ersparen Sie sich den zusätzlichen Schmerz, anschauen zu müssen, wie Menschen abgeschlachtet werden." Sie begrüße zwar Madonnas Versuch, das Bewusstsein für eine bessere Waffenkontrolle zu stärken, aber "es hätte viele andere kreative Möglichkeiten gegeben."

Viele andere danken wiederum der Ikone, dass sie mit ihrem 8-minütigen Clip dieses klare und drastische Statement gesetzt hat. Madonna selbst spricht von einem "Weckruf". Immer wieder singt sie "Wir müssen aufwachen."