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Apollo-Ära: "Was sie taten, war unglaublich einzigartig und mutig"

Apollo-Ära: "Was sie taten, war unglaublich einzigartig und mutig"
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Die Mondlandung gehört zu den wichtigsten Momenten in der Geschichte der Menschheit, eine Leistung, die auch heute noch begeistert. Die US-Astronauten waren ergriffen von dem Erdtrabanten, genau wie diejenigen, die später die europäische Raumfahrtforschung leiten würden, so wie der aktuelle ESA-Generaldirektor:

"Damals war ich 15 Jahre alt, wir hatten einen Fernseher, und ich saß die ganze Nacht davor", erzählt Jan Wörner. "Ich war danach so aufgeregt, dass ich nicht ins Bett ging, sondern die ganze Nacht wach blieb."

Auch sein Kollege David Parker, ESA-Direktor für menschliche Raumfahrt und Roboter-Erforschung, kann sich gut an das Ereignis erinnern:

"Ich bin so alt, dass ich mich an die Mondlandungen erinnere, ich habe sie als Kind auf einem großen Schwarzweißfernsehen in der Schulaula gesehen. Und diese Faszination, diese Zeit der technologischen Herausforderung, es gab den ersten Concorde-Flug, es war so viel los, das hat mich persönlich sehr begeistert."

NASA-Kontrollraum ist ein Wallfahrtsort

Um das Jubiläum zu feiern, hat die NASA den alten Kontrollraum restauriert, von dem aus die Flugleiter der Apollo-Ära die Mission beaufsichtigten. Es ist ein Wallfahrtsort für ihre Nachfolger:

"Als ich als 'Flight Director' ausgewählt wurde, ging ich dorthin. Das war vor Jahren, als ich zum ersten Mal 'Flight Director' wurde und noch nicht 'Chief' war", erinnert sich Holly Ridings. _"Ich fuhr zum Johnson Space Centre und setzte mich einfach in den Raum und dachte über die enorme Verantwortung nach, was es heißt, das Erbe, das sie begonnen hatten, weiterzuführen."
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Apollo-Ära ist Inspiration für die jüngere Generation

Die Apollo-Ära inspiriert auch die jüngere Generation, die an aktuellen NASA-Missionen zum Mars arbeitet:

"Ich mag an der Apollo-11-Mission am meisten, dass sie die Goodwill-Diskette mitgenommen haben, die Botschaften von etwa 70 verschiedenen Ländern enthält", meint Planetenwissenschaftlerin Tanya Harrison. "Die Mondlandung hätte ein rein amerikanisches, patriotisches Ereignis sein können - nach der Art 'wir sind besser als Russland'. Stattdessen nutzten sie die Gelegenheit, all diese Friedensbotschaften mit auf den Mond zu nehmen."

Für die heutigen Astronauten, die zur ISS starten, bleibt die Apollo-11-Mission ein Meilenstein:

"Ich weiß nicht, ob wir wirklich in die Fußstapfen der ersten Entdecker treten", sagt ESA-Astronaut Luca Parmitano. "Was sie taten, war unglaublich einzigartig und unglaublich mutig. Vielleicht stehen wir in ihrem Schatten. Aber ich hoffe, wir können ihren Mut ehren und zur Erforschung des Weltraums beitragen."