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Rauchverbot: Wiener streiten über Kaffeehauskultur

Rauchverbot: Wiener streiten über Kaffeehauskultur
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In Österreich rauchen die Köpfe: Nach einem jahrelangen Zick-Zack-Kurs ist ein Rauchverbot in der Gastronomie ab November beschlossene Sache. Hunderte Gastwirte und Barbetreiber fürchten um ihren Lebensunterhalt. Sie meinen, dass Rauchen Teil der traditionellen Kaffeehauskultur und des stilvollen Nachtlebens ist.

Eine Cafébesitzerin sagt, Wien lebe die Kaffeekultur seit Jahrhunderten, die neue Gesetzgebung werde dies beseitigen. Ein rauchender Gast teilt ihre Bedenken:

„Na, ich weiß nicht, ob das immer gut ist. Die Gastronomie wird viele Leute verlieren.”

SHISHA-BARS

Fast 500 Shisha-Bars im Land droht wegen fehlender Ausnahmen das Aus – hierher kommen die Leute vor allem, um Wasserpfeifen zu schmauchen.

Emin Eruzun, Shisha-Spezialist:

„Kaffee können sie auch woanders trinken in ganz Wien, wo Sie wollen. Aber Shisha wird nur in Shishalokalen geraucht. Da kommen die Kunden nur wegen der Shisha. Darum finde ich es unnötig und unlogisch, dass dieses Gesetz wirksam wird."

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Für Raucher und Nichtraucher meist jetzt schon eigene Räume bereitgestellt.

Károly Szilágyi, Euronews:

„In Österreich müssen Raucher und Nichtraucher durch Raumteiler getrennt werden. Ab November ist dies nicht mehr erforderlich."

Dieser Restaurantbesitzer hat keine Angst vor einem großen Einbruch.

Hassan Mamdouh, Restaurantbesitzer:

„Es wird einige Rückschläge geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute nicht mehr essen gehen. Essen werden die Leute immer brauchen. Cafés und kleine Lokale, die nur Getränke anbieten, werden stärker betroffen, da die meisten Gäste Raucher sind."

Immerhin wurden mehr als 800.000 Unterschriften („Don‘t Smoke“ – Volksbegehren) für ein Rauchverbot gesammelt.

Und seit dem Ibiza-Skandal regiert in Österreich eine Expertenregierung statt der Rauchverbots-Skeptiker vor allem in der FPÖ. So winkte das Parlament das Gesetz zügig durch.

su