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Demonstranten in Hongkong versammeln sich in Einkaufszentren

Demonstranten in Hongkong versammeln sich in Einkaufszentren
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In Honkong haben sich die Demonstranten am Sonntag in mehreren Einkaufszentren versammelt. Sie kritisierten die Regierung und forderten mehr Demokratie. Es kam zu Zwischenfällen, als Demonstranten unter anderem ein Geschäft des chinesischen Telekomriesen und Handyherstellers Huawei angriffen. Sicherheitskräfte wurden gerufen, während Demonstranten randalierten.

Nachdem es in der Nacht immer wieder Zusammenstöße gegeben hatte, verhinderte die Polizei in der Stadt mit einem Großaufgebot eine angekündigte Störung des Flughafens. Aktivisten hatten zu einem "Stresstest" des Airports aufgerufen. Die Polizei kontrollierte Reisende an Bushaltestellen und U-Bahnstationen. Außerdem ließ sie niemanden ohne Flugschein in den Flughafen.

In der Industrie- und Handelskammer feierten unterdessen chinafreundliche Unternehmer. Seit dem Beginn der Proteste ist die Stadt tief gespalten und die Anhänger einer Annäherung an China zeigen ebenfalls regelmäßig Präsenz.

Seit mehr als vier Monaten demonstrieren die Hongkonger gegen die Regierung, die kommunistische Führung in Peking und ihren wachsenden Einfluss auf die frühere britische Kronkolonie. Sie fordern eine unabhängige Untersuchung von Polizeigewalt, Amnestie für die rund 1500 Festgenommenen und freie Wahlen. Es kommt aber zunehmend zu Gewalt und Ausschreitungen radikaler Kräfte.

Der Auslöser der wochenlangen Proteste, ein Gesetz für leichtere Auslieferungen an China, ist nach Aussage der Regierung von Hongkong politisch "tot".