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Griechenlands Finanzen: Besser, aber nicht gut

Griechenlands Finanzen: Besser, aber nicht gut
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Griechenlands internationale Gläubiger sind erneut in Athen, um zu prüfen, wie das Land ein Jahr nach dem Ende des Rettungspakets zurechtkommt. Die Lage hat sich inzwischen zwar gebessert, doch gut ist sie nach wie vor nicht.

Der Direktor der griechischen Wirtschaftskammer; Konstantinos Kollias, sagte gegenüber euronews: „Das Handeln der Regierung bezüglich Steuersenkung, der kompletten Abschaffung von Kapitalkontrollen und der Bereitschaft zu weiteren Reformen, die sich bereits in niedrigeren Zinsen für Fünf- und Zehnjahresanleihen niederschlagen, all das hilft, ein investitionsfreundliches Klima aufzubauen.“

Aber Investitionen brauchen Bankenfinanzierungen. Und ob das griechische Bankensystem das stemmen kann, ist die 80-Milliarden-Euro-Frage. So hoch ist der Anteil fauler Kredite im Moment. Zwar niedriger als zur Spitzenzeit Mitte 2016, aber mit dem zwölffachen des EU-Schnitts nach wie vor viel zu hoch.

Ioannis Chatzitheodosiou von der Athener Handelskammer betont: „Wir fordern die Regierung auf, eine Investmentbank zu schaffen, die Banken Garantien geben und sie decken kann. Es sollte Kammern gestattet sein, einen Großteil kleiner Garantien für kleine und mittelständische Unternehmen zu übernehmen, um Banken zu stützen und Liquidität in den Markt gelangen zu lassen.“

Eine weitere Hürde für die griechische Wirtschaft: die Zahlungsrückstände von 1,4 Milliarden Euro, die auch noch wegmüssen. Im bislang letzten Bericht der Gläubiger wurde die Lage hier als enttäuschend bezeichnet.

euronews-Reporter Panos Kitsikopoulos kommentiert: „Die griechische Regierung will die Bewertungen bis Ende November hinter sich bringen, um dann ohne offene Fragen ins Dezember-Treffen der Eurogruppe gehen zu können. Das Ziel wird dort sein: Es soll eine Einigung gefunden werden, um Die von den Notenbanken zurückgehaltenen griechischen Staatsanleihen soll ins Öffentliche Investitionsprogramm einberechnen werden.“

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