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Griechenland: Hoteliers fürchten um ihre Zukunft

Griechenland: Hoteliers fürchten um ihre Zukunft
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Seit 40 Jahren arbeitet Nikos Chalkiadakis ist der Hotelbranche - doch dieses Jahr könnte das schwierigste seiner Karriere werden.

Die Nachricht von der Pleite des Touristik-Konzerns Thomas Cook erreichte ihn am frühen Montagmorgen. Das Unternehmen schuldet ihm 650.000 Euro - Geld von dem er nun befürchtet, dass er es nie zu Gesicht bekommen wird.

"Wir waren fassungslos, als wir gehört haben, dass die britische Regierung dieses Riesenunternehmen pleite gehen ließ. In der vergangenen Tagen haben wir uns schon gefragt, was da los ist, wir waren beunruhigt, die wichtige Nachricht erreichte uns 2 Uhr morgens. Wir hörten, dass die Versuche, den Konzern zu retten, gescheitert waren", sagt Chalkiadakis.

Allein auf Kreta schuldet Thomas Cook den Hoteliers mehr als 80 Millionen Euro. Hotels auf Kreta haben mit mehr als 50.000 Hotelgästen bis Ende November gerechnet. Doch nun sind die Reservierungen gestrichen - zum Leidwesen von hunderten kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Manolis Paterakis erklärt gegenüber Euronews:

"Das sind definitv keine guten Nachrichten. Thomas Cook war ein traditionelles, großes Unternehmen, das zahlreiche Touristen nach Kreta gebracht hat. Es wird nicht nur uns, sondern ganz Griechenland treffen."

Vassilis Girbatsiotis hat eine Bar, auch er befürchtet Verluste: "Es wird schlecht für uns sein, wenn die Touristen wegbleiben. Wie erwarten Tausende, wenn sie nicht kommen, ist das ein Problem für uns."

Allein im vergangenen Jahr hatte Thomas Cook drei Millionen Touristen nach Griechenland gebracht. Der Touristik-Gigant betreibt 40 Hotels im Land und hat fast 1.000 Angestellte. Eine weitere, unerwartete Herausforderung für die griechische Regierung, die darum kämpft, dem Land ein nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.

"Für viele der griechischen Inseln wie Kreta wird das Vakuum, das durch die Insolvenz von Thomas Cook entstanden, schwer zu füllen sein. Experten der Tourismusbranche sehen darin nicht nur große Verluste für dieses Jahr, sondern auch für die kommenden Jahre. Für Euronews, Symela Touchtidou aus Griechenland.