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17.000 Klicks: Alaska krönt "Holly" zur "Königin der fetten Bären"

17.000 Klicks: Alaska krönt "Holly" zur "Königin der fetten Bären"
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Naomi Boak/National Park Service/Handout via REUTERS
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Sie ist hungrig, gesund und stämmig - "Holly" ist die diesjährige Gewinnerin der "Fat Bear Week", einem Wettbewerb des Katmai-Nationaparks im Süden Alaskas.

Bei dem jährlichen Wettbewerb geht es darum, den Bären zu krönen, der am besten auf den Winter vorbereitet ist - und sich den meisten Winterspeck angefressen hat. So schaffen es einige der braunen Giganten fast, ihre Größe zu verdoppeln, um über den Winter zu kommen.

17.000 Stimmen in 12 Stunden: Holly macht das Rennen

Für den jährlich stattfindenden Wettbewerb schufen die Park Ranger eigens eine Plattform - dort waren alle Schwergewichte mit Bildern und Beschreibung aufgelistet. Besucher der Plattform waren aufgerufen, ihre Favoriten auszuwählen. Hollys Fotos überzeugten wohl - ihr fetter Körper, ein Ergebnis ihrer lachsreichen Ernährung - brachten ihr 17.000 Stimmen in 12 Stunden ein. Damit konnte sie sich klar gegen die ebenfalls nicht gerade schlanke Konkurrentin "Lefty" durchsetzen.

"Es war sehr schwierig, einen guten Blick von Holly außerhalb des Wassers zu erhaschen. "Wie ein U-Boot" sei sie einen ganzen Monat lang beim Fischen gewesen, erklärte Rangerin Naomi Boak gegenüber dem Portal NPR. Lediglich zum Schlafen habe sie sich aus dem Wasser bewegt.

Anliegen: Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere schärfen

Der einwöchige Wettbewerb war in diesem Jahr besonders erfolgreich: 187.000 Menschen - mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr - stimmten für ihren Favoriten. Mit der Aktion hoffen die Ranger, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere zu schaffen und zum Erhalt ihres Lebensraums beizutragen.

Holly und alle anderen 12 Teilnehmer des Wettbewerbs sind Braunbären, die entlang des Brooks River in Alaska leben. Die Bären profitieren vor allem von dem dort ebenfalls lebenden Rotlachsen - ihr Hauptnahrungsquelle. "Nicht alle Bären haben den gleichen Zugang zu diesen Lachsressourcen", sagt Ranger Brooklyn Weiß, "und zu einem Ökosystem mit so sauberem Wasser."

Herausforderungen durch den Klimawandel

Denn auch im Katmai-Nationalpark drohen Herausforderungen durch den Klimawandel - denn zuerst litten die Lachse durch die weltweit steigenden Temperaturen. Alaska war im vergangenen Sommer mit einer außergewöhnlichen Hitze und Trockenheit konfrontiert - das bedeutete wiederum eine Verzögerung bei der Wanderung der Lachse und der Bären an den Brooks River.

Und die Bären fressen noch immer - womöglich noch weit in den November hinein, wenn der Winterschlaf beginnt. Da sich beim Winterschlaf der Stoffwechsel der Tiere komplett reduziert, leben die Tiere ausschließlich von den angefutterten Speckreserven.

Mit etwas Glück können Besucher des Katmai-Nationalparks die "Königin der Fetten Bären" bewundern, zumindest solange, bis sie sich in den Winterschlaf verabschiedet.