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"Mini-Schengen": Westbalkan-Länder unterzeichnen Erklärung

"Mini-Schengen": Westbalkan-Länder unterzeichnen Erklärung
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Nordmazedonien, Albanien und Serbien haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die den freien Personen-, Waren-, Kapitalverkehr in der Westbalkan-Region erleichtern soll. Für den nordmazedonischen Regierungschef Zoran Zaev ist die Unterzeichnung der Erkärung ein wichtiger politischer Meilenstein:

"Der Balkan ist nicht länger das Pulverfass des 19. Jahrhunderts. Der Balkan des 21. Jahrhunderts ist eine Region des Friedens, der Stabilität, der wirtschaftlichen Entwicklung, die darauf konzentriert und fokussiert ist, die Aufnahme in die EU zu beschleunigen und die Lebensqualität ihrer Bürger zu fördern."

Unternehmer in Nordmazedonien würden es begrüßen, wenn die Vereinbarung dafür sorgte, die langen Wartezeiten an den Grenzen zwischen den einzelnen Ländern zu verkürzen.

Biljana Peeva, Vorsitzende der Handelskammer Nordmazedoniens rechnet vor: "Wenn die Wartezeit an den Grenzübergängen um nur 10 Prozent verringert würde, könnte der Export unserer Länder um 5,5 Prozent steigen."

Auch die Handelskammer Nordmazedoniens unterstützt den Vorstoß - als Teil anderer Initiativen zur regionalen Zusammenarbeit unter dem Dach der EU:

"Wenn wir uns in diese Richtung bewegen und Teil der Europäischen Union werden, müssen wir zusammenhalten und uns regional integrieren. Das sind einige der Schritte, die schon in der Vereinbarung festgelegt wurden", so Peeva weiter.

"Skopje heißt alle Initiativen willkommen, die den Berlin-Prozess ergänzen - und die Aufname des Landes in die EU beschleunigen. Das ist der Grund, warum Nordmazedonien die drei anderen Länder des Westbalkans - Kosovo, Montenegro, Bosnien und Herzegowina - auch Teil dieser Initiative sind", erklärt Borjan Jovanovski aus Skopje.