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Türkei verlangt Solidarität der NATO

Türkei verlangt Solidarität der NATO
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Die Türkei verlangt angesichts ihrer umstrittenen Militäroffensive in Syrien, von der NATO in Brüssel ein klares und deutliches Bekenntnis der Solidarität.

Türkische Streitkräfte und ihre syrischen Verbündeten sind unterdessen weiter in das Grenzgebiet vorgerückt, das unter kurdischer Kontrolle steht. Ankara will dort eine Sicherheitszone schaffen, um syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzubringen.

Dazu NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg:

"Ich habe meine ernste Besorgnis, über die laufende Operation, die Gefahr einer weiteren Destabilisierung der Region, eskalierende Spannungen und noch mehr menschlichem Leid, mitgeteilt. Obwohl die Türkei berechtigte Sicherheitsbedenken hat, erwarte ich, dass die Türkei mit Zurückhaltung handelt".

Die Türkei fordert von ihren NATO-Partnern Unterstützung, so der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu:

"Es reicht nicht aus, zu sagen, "wir verstehen die legitimen Anliegen der Türkei", wir wollen die Solidarität auch sehr deutlich sehen".

Angesichts der zunehmenden Kritik, warnte der türkische Präsident Erdogan die EU, dass er seine Grenzen öffnen und zulassen könne, dass syrische Flüchtlinge nach Europa strömen. Eine Bedrohung, die in Brüssel auf Unverständnis stößt, so Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates:

"Die Türkei muss verstehen, dass unsere Hauptsorge darin besteht, dass ihr Handeln zu einer weiteren humanitären Katastrophe führen kann, die inakzeptabel wäre. Wir werden auch nie akzeptieren, dass Flüchtlinge mit Waffen ausgestattet werden und dazu benutzt werden, uns zu erpressen. Deshalb halte ich die gestrigen Drohungen von Präsident Erdogan für völlig fehl am Platz".

Die NATO befürchtet, dass die Zivilbevölkerung in Nordsyrien einen hohen Preis bezahlen wird. Seit Beginn der türkischen Offensive sind nach Angaben humanitärer UN-Organisationen innerhalb von 48 Stunden mehr als 70 000 Menschen vertrieben worden.