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Kommunalwahlen in Ungarn: Stimmungstest für die Opposition

Kommunalwahlen in Ungarn: Stimmungstest für die Opposition
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An diesem Sonntag finden in Ungarn Kommunalwahlen statt - könnten sie in der ungarischen Politik einen Wandel einleiten? Seit 2006 hat die Regierungspartei Fidesz keine einzige Wahl verloren, bei den letzten Parlamentswahlen siegte sie sogar mit einer überwältigenden Zweidrittelmehrheit.

Bald mehr Geld für eegierungsfreundliche Kommunen?

Auch das höchste, direkt gewählte Amt im Land - der Bürgermeister von Budapest - hat seit 2010 der regierungsfreundliche István Torlós inne.

Durch eine Reform des Wahlsystems hat Fidesz zudem eine Situation geschaffen, in dem nur eine geeinte Opposition die Chance auf einen Wahlsieg hat. In diesem Jahr hat die Regierung bereits offen erklärt, dass es Kommunen, die sie unterstützen, in den kommenden Jahren viel besser gehen wird.

Skandale überschatten Wahlkampf

Doch der diesjährige Wahlkampf glich einer Schlammschlacht und wurde von Skandalen überschattet. Fidesz-Politiker Zsolt Borkai, Bürgermeister von Györ, rückte unfreiwillig in den Mittelpunkt des ungarischen Kommunalwahlkampfes.

Ein Video, das das ausschweifende Leben des Lokalpolitikers offenbarte, sorgte für Furore im Land und löste eine Diskussion über die Rolle der Medien aus. Regierungsfreundlichen Medien wurde vorgeworfen, dass sie nur zögerlich und verspätet über den Fall berichtet hatten.

Kommunalwahlen als Stimmungstest

Die Kommunalwahlen an diesem Sonntag dürften für Oppositionsparteien vor allem eins sein: Ein Stimmungstest, ob sie mit geeinten Kräften die Regierungspartei Fidesz schlagen können.

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