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Weiter Einsturzgefahr: Sicherung der Notre-Dame zieht sich

Weiter Einsturzgefahr: Sicherung der Notre-Dame zieht sich
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Es ist eines der Herzstücke der Notre-Dame, die den verheerenden Brand vergangenen April überlebt haben: Eine Statue der Jungfrau Maria hat nun vorübergehend ein neues Zuhause gefunden – in der spätgotischen Pfarrkirche Saint-Germain-l'Auxerrois im ersten Arrondissement von Paris.

Droht der Einsturz?

Laurent Prades, Denkmalschutz-Direktor der Notre-Dame, erklärt: "Mehrere Steine, die sich aus dem Gewölbe gelöst hatten, haben die Statue nur um wenige Zentimeter verfehlt. Erst einige Tage nach der Katastrophe konnten wir feststellt, dass sie unbeschadet geblieben ist. Vorher konnten wir sie nicht holen, die Einsturzgefahr war einfach zu groß."

Auch heute – sechs Monate nach dem Brand – ist die Einsturzgefahr in vielen Gewölbeteilen noch nicht gebannt. Einem heftigen Herbststurm würde das Gebäude laut Experten nicht standstehen.

An einen Wiederaufbau ist noch nicht zu denken, sagt auch Franck Riester, französischer Kulturminister. "Um die Kathedrale Notre-Dame vollständig abzusichern, werden wir noch mehrere Monate brauchen. Wir müssen erst eine genaue Bestandsaufnahme machen, bevor ein präziser Aktionsplan zur Rekonstruktion der Kathedrale Notre-Dame entworfen werden kann."

Wiederaufbau erst ab 2020

Vorher warten noch viele Herausforderungen auf die Arbeiter, wie zum Beispiel der Abbau des Gerüsts, das derzeit das Dach trägt. Die Sicherungsarbeiten laufen schleppend – auch weil die Baustelle mit Blei verseucht ist. Die Arbeiter müssen sich täglich mehrmals umziehen und duschen.

Die eigentliche Sanierung des Gebäudes kann laut Experten nicht vor Herbst 2020 beginnen. Insgesamt könnte sie rund zehn Jahre dauern. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte nach dem Brand angekündigt, die Kirche werde binnen fünf Jahren wieder aufgebaut.

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