Nach Brandkatastrophe: Stille Nacht in Notre-Dame

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Nachdem Notre-Dame durch einen schweren Brand verwüstet worden ist, besteht noch immer Einsturzgefahr. Die Weihnachtsgottesdienste fallen dieses Jahr aus – zum ersten Mal seit 1803.

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Paris, 24. Dezember: Eine so stille Nacht hat es in Notre-Dame seit über zwei Jahrhunderten nicht gegeben. Nach dem Großbrand im April fallen die Weihnachtsgottesdienste dieses Jahr aus, zum ersten Mal seit 1803. Selbst während des Zweiten Weltkriegs wurde hier in der Heiligen Nacht gefeiert.

"Es bricht mir das Herz"

Gestern wichen stattdessen viele in die nicht weit entfernten Kirchen Saint-Sulpice und Saint-Germain l’Auxerrois aus – teils schweren Herzens. "Ich war in Moskau, als sich die Tragödie ereignet hat" sagt ein junger Mann. "Ich glaube, dass heute Abend alle Franzosen eine besonders große Solidarität mit Notre-Dame verspüren. Ein Gebäude, das seit rund 1000 Jahren ein Symbol für uns ist."

Ein anderer Messebesucher in Saint-Germain l’Auxerrois erklärt: "Ich versuche jedes Jahr nach Paris zu kommen und Weihnachten in Notre-Dame zu feiern. Als Katholik ist mir das sehr wichtig. Auch letztes Jahr bin ich am 24. Dezember zur Messe gekommen. Dieses Jahr ist alles anders und es bricht mir das Herz."

Sicherung noch nicht abgeschlossen

Wie lange die Gottesdienste noch in die Nachbarkirchen verlegt werden müssen, ist unklar. Geht es nach Präsident Emmanuel Macron, soll Notre-Dame bis 2024 saniert sein – Experten halten das für unrealistisch. Die Sicherungsarbeiten ziehen sich, der eigentliche Wiederaufbau kann wohl erst 2021 beginnen.

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