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Chile: Mit Militär gegen Massenproteste

Chile: Mit Militär gegen Massenproteste
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In Chile ist es bei Protesten gegen soziale Missstände erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Die Unruhen konzentrierten sich dabei auf die Hauptstadt Santiago. Die Sicherheitskräfte gingen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Auch das Militär wurde eingesetzt. Rund 9400 Soldaten sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Einsatz.

Bisher 13 Tote

Seit dem Beginn der Proteste sind 13 Menschen ums Leben gekommen. Nach Auskunft der Behörden wurden die Leichen in Santiago gefunden, unter anderem in ausgebrannten Supermärkten und einer Textilfabrik. Insgesamt gab es 1554 Festnahmen. Laut Innenministerium wurden mehr als 110 Supermärkte und andere Einrichtungen in verschiedenen Städten Chiles geplündert und mindestens 14 in Brand gesetzt.

Präsident Piñera mit Lösungsvorschlägen

Unterdessen hat Chiles Präsident Sebastián Piñera die Opposition aufgerufen, gemeinsam mit der Regierung Lösungen für die soziale Krise im Land zu finden. So wolle man unter anderem eine Anhebung der Renten durchsetzen, die Medikamentenpreise senken und eine bessere Regelung der Strompreise erreichen.

Die Proteste hatten sich an einer Fahrpreiserhöhung für die U-Bahn in Santiago um vier Cent pro Ticket entzündet. Beobachtern zufolge entlädt sich in dem südamerikanischen Staat mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern ein über Jahre aufgestauter Frust über die wachsende soziale Ungleichheit sowie über niedrige Renten und hohe Hürden für Arme beim Zugang zum Bildungssystem.

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