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Gergely Karácsony: der Mann, der in Budapest Fidesz bezwang

Gergely Karácsony: der Mann, der in Budapest Fidesz bezwang
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Es konnte nur mit geeinter Kraft geschehen. Der gemeinsame Oppositionskandidat Gergely Karácsony hat die Oberbürgermeisterwahl von Budapest gewonnen. Er kam auf einen Anteil von 50,9 Prozent, der amtierende Fidesz-Bürgermeister István Tarlós auf 44,1 Prozent. Es ist der größte Erfolg der Opposition in der Amtszeit des mächtigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

Manche sprechen vom „Vorbild Istanbul". Ekrem Imamoglu steht dort für die Hoffnung vieler, dass es nach Jahren politischer Unterdrückung in der Türkei einen Wandel geben könnte. Seit er die Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen hat, gilt er als Politiker, der das Zeug haben könnte, Recep Tayyip Erdogan auf demokratische Weise aus dem Präsidentenamt zu vertreiben.

GERGELY KARÁCSONY

Zusammenarbeit und eine grüne Stadt – das versprach der neue Bürgermeister von Budapest, Gergely Karácsony (grüne Partei Lehet Más a Politika (LMP)), im Interview mit Euronews. Die Frage ist, wie der gemeinsamer Kandidat der Oppositionsparteien im Alltag die breite politische Union vertritt, die ihn zum Sieg gebracht hat.

Gergely Karácsony:

"Den gemeinsamen Oppositionskandidaten für das Rathaus der Hauptstadt - den haben nicht die Parteien gefunden, sondern die Menschen in Budapest. Ein zweistufiger Vorwahlprozess führte zu einem gemeinsamen Kandidaten, der direkt vom Budapester Volk gewählt wurde. Da dies durch die Stimmen des Volkes beschlossen wurde, habe ich im Wahlkampf betont, dass ich nicht der Kandidat der Opposition bin, und gesagt, dass ich der Kandidat der Budapester gegen die Mächtigen bin. In der Politik der letzten fast zehn Jahre ging es um Fidesz, die mit Zweidrittelmehrheiten jede Gewaltenteilung vom Verfassungsgericht bis zur freien Presse eliminiert und den Handlungsspielraum der Kommunen eingeschränkt hat."

Sein grünes Programm steht im Einklang mit den Entwicklungsideen der EU, aber er glaubt, dass dies nicht der einzige Punkt für Budapest ist. Er betont, dass die Schaffung einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft ein Prozess ist, der der wirtschaftlichen Erholung einen enormen Schub verleihen kann, der die Investitionen in den Wandel amortisiert.

Gergely Karácsony:

Budapest ist oder kann ein großer Verlierer des Klimawandels sein. Deshalb müssen wir einen Prozess einleiten, damit Budapest beim Kampf gegen den Klimawandel mitmachen kann. Wir möchten bis 2030 eine CO2-freie Hauptstadt schaffen.

BLOSS KEINE "STARKE HAND"

Gergely Karácsony zufolge ist eine Politik der starken Hand nicht die angemessene Reaktion auf die Krise der repräsentativen Demokratie. Im Gegenteil. Er ist überzeugt, dass die Menschen in dieser Situation stärker in die Entscheidungsfindung einbezogen werden sollten.

su

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