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Japanische Judoka in Osaka obenauf

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Japanische Judoka in Osaka obenauf
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Die Französin Amandine Buchard verhinderte, dass am ersten Wettkampftag des Judo-Grand-Slam in Osaka alle Siege an japanische Judoka gingen. Die 24-Jährige holte Gold in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm. Die frühere Junioren-Weltmeisterin bezwang im Finale Uta Abe. Die Japanerin hatte zuletzt 48 Kämpfe in Folge für sich entschieden. Amandine Buchard war in Osaka stärker, in der Verlängerung wurde ihr eine Waza-Ari-Wertung zugesprochen.

„Wir sind hier in Osaka, in Japan, und ich stand im Finale. Das war also die Gelegenheit, etwas zu versuchen. Das habe ich geschafft und darüber freue ich mich“, so die Französin.

Bei den Männern bis 66 Kilogramm teilten die japanischen Athleten das Edelmetall brüderlich unter sich auf: Hifumi Abe gegen Joshiro Maruyama lautete das Duell im Kampf um Gold. Abe, mit gerade einmal 22 Jahren schon zweimaliger Weltmeister, sammelte mit seinem Triumph in Osaka fleißig Punkte für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr: Denn im Mutterland des Judo ist die Auswahl ganz besonders groß, Abe gehört zu den ersten Anwärtern. Auch sein Finalgegner Maruyama hofft noch auf Tokio 2020, die Entscheidung fällt erst im neuen Jahr.

„Ich habe schon oft gegen Maruyama gekämpft, zuletzt habe ich mehrmals in Folge gegen ihn verloren. Diesmal hatte ich das Gefühl, dass ich nicht verliere. Und dann habe ich ihn tatsächlich bezwungen. Das wird mich sicher zu einem noch besseren Judoka machen“, sagte Abe.

Naohisa Takato ist ein echter Titelhamster: In Osaka feierte der Japaner in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm seinen zehnten Sieg bei einem Grand Slam - dreimaliger Weltmeister ist der 26-jährige Judoka obendrein. Seinem jetzigen Erfolg stellte sich sein Landsmann Ryuju Nagayama entschieden entgegen, doch Takato war zur Stelle, als der Kampf Spitz auf Knopf stand. In der Verlängerung brachte Takato einen Ashi-Waza - einen Fußwurf - an, sein Gegner und Mannschaftskollege war geschlagen.

Funa Tonaki kann schon fast für Olympia planen: Die 24-Jährige hat nach ihrem Grand-Slam-Gold in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm bereits eine Hand an der Fahrkarte in Richtung Tokio. Tonaki ließ gegen die Überraschungsfinalistin, die Spanierin Julia Figueroa, rein gar nichts anbrennen - schon vor einem Jahr hatte sich die Japanerin in Osaka durchgesetzt.

Momo Tamaoki kann sich ab sofort Grand-Slam-Siegerin nennen. Die 25-jährige Japanerin war in der Damenkonkurrenz bis 57 Kilogramm nicht zu bezwingen. Chen-Ling Lien aus Taiwan scheiterte im Finale an der Aufgabe, die Lokalmatadorin von der Matte zu fegen. Tamaoki machte ihrer Gegnerin mit einem Haltegriff den Garaus. Im Vorjahr hatte die Japanerin in Osaka ebenfalls den Kampf um Gold bestritten, hatte sich damals aber mit Silber begnügen müssen.