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Ihr Ziel: 45 Millionen Euro zugunsten von Obdachlosen

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Ihr Ziel: 45 Millionen Euro zugunsten von Obdachlosen
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Fünf Mal pro Woche schmieren sie Brote, bereiten Mahlzeiten für rund 120 Obdachlose vor. Wer auf der Straße lebt, hat es im Winter ganz besonders schwer. Esperanza Vera, Leiterin der Asociación Bokatas, weiß, wie schnell das Leben aus den Fugen geraten kann.

„In vielen Fällen sind es äußere Umstände: Scheidungen oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Es gibt auch Obdachlose, die einen Beruf haben: Das sind aber kleine Beschäftigungen, die nicht reichen, um eine Wohnung zu bezahlen“, so Vera.

Die Asociación Bokatas erhält Lebensmittelspenden und stellt diese dann Obdachlosen zur Verfügung. Wie viele Menschen genau in Madrid auf der Straße leben, ist nicht bekannt. Die letzten amtlichen Zahlen stammen aus dem Jahr 2018, damals waren es rund 2800. Die Mitarbeiter der Asociación Bokatas setzen sich ehrenamtlich ein. Das Zwischenmenschliche sei das Schöne, so die Vorsitzende des Hilfsvereins: „Zusammen zu sein und die Menschen so oft wie möglich zu begleiten. Obdachlosigkeit ist ein Phänomen sozialer Ausgrenzung und erheblicher Einsamkeit", sagt Vera.

Madrid hat sich einer Initiative angeschlossen, die durch Spenden eine Summe von 45 Millionen Euro einsammeln will, um damit Obdachlosen zu helfen. Auch andere Weltstädte wie New York und London sind dabei.

„Ich habe 20 Jahre auf der Straße gelebt. Diese Initiative ist sehr wichtig, denn ich glaube, dass man dieses Problem mit mehr Hilfe der Regierungen und weiteren Unterstützern lösen kann“, sagt Paco García, ein ehemaliger Obdachloser.

euronews-Reporter Carlos Marlasca kommentiert: „Es ist das erste Mal, dass sich Madrid sich dieser Initiative anschließt, die es in fünf anderen Städten gibt. Die Teilnehmer wissen, dass sie in dieser festlichen Zeit auch etwas dafür tun, ein Thema in den Mittelpunkt zu rücken, das so viele Menschen betrifft.“