Video: Was Sie über die Wahl in Großbritannien wissen müssen

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Von Euronews
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Boris Johnson hat allen Grund sich zu freuen: Er kann nach der Wahl mit einer absoluten Mehrheit im Unterhaus in die letzte Phase der Brexit-Verhandlungen starten.

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"Ohne Wenn und Aber, am 31. Januar treten wir aus der Europäischen Union aus", erklärte der britische Premier Boris Johnson nach einer Wahlnacht, die ganz nach seinen Vorstellungen verlaufen sein dürfte.

Nach der Parlamentswahl am Donnerstag kann sich Johnson auf eine klare Mehrheit im Unterhaus verlassen. Die besten Voraussetzungen für seinen Brexit-Plan, der jetzt schnell umsetzen will. Experten erwarten, dass die Verhandlungen schon vor Weihnachten neue Ergebnisse bringen könnten.

Im House of Commons mit 650 Mandaten haben die Tories von nun an 368 Sitze - eine absolute Mehrheit.

Für Labour-Chef Jeremy Corbyn ist es eine historische Niederlage. Einen sofortigen Rücktritt schloss er zwar aus, in absehbarer Zeit will er sein Amt als Vorsitzender aber ablegen. Labour hatte im Wahlkampf ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit von der EU versprochen.

Labour verlor nicht nur Wahlkreise, die seit Generationen von den linken gehalten wurden, auch in Schottland gingen Mandate an die Nationalisten. Die SNP von Nicola Sturgeon zeigte sich zwar zufrieden mit dem Wahlergebnis ihrer Partei, doch auf den zweiten Blick stürzt der Wahlsieg ihrer Partei Schottland in eine ungewisse Phase.

Schottland hatte im Brexit-Referendum gegen den Austritt gestimmt und will durch eine Abstimmung über die Unabhängigkeit von Großbritannien als eigenständiges Land der EU beitreten.

Ein harter Rückschlag ist es für die Liberaldemokraten. Lib-Dem-Chefin Jo Swinson verlor ihr Mandat und kündigte ihren Rücktritt an.

Eine Übersicht der Zusammensetzung des neuen britischen Unterhauses

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