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Corbyn (70) nach Wahlschlappe ziemlich uneinsichtig

Corbyn (70) nach Wahlschlappe ziemlich uneinsichtig
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REUTERS/Toby Melville
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Labour-Chef Jeremy Corby gerät nach der für seine Partei desaströsen Parlamentswahl immer mehr unter Druck. Doch der linke Politiker schreibt auf Twitter "Our time will come" - "Unsere Zeit wird kommen". Und er übernimmt kaum Verantwortung für die Wahlschlappe von Labour.

Die konservative Partei des alten und neuen Premierministers Boris Johnson, der den Brexit bis Ende Januar durchziehen will, hatte bei den Wahlen am Donnerstag einen Erdrutschsieg eingefahren.

Corby beharrte auch in einem Beitrag in der Sonntagszeitung «Observer» darauf, dass die Partei auf die meisten drängenden Fragen die richtigen Antworten habe. Darauf sei er stolz. «Wir haben eine schwere Niederlage erlitten und ich übernehme meinen Teil der Verantwortung dafür», schrieb Corbyn (70).

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Parteigrößen ging das nicht weit genug. «Das zeigt, dass er nicht gewillt ist zu verstehen, warum wir so eine katastrophale Niederlage erlitten haben», twitterte die prominente Labour-Politikerin Harriet Harman. «Er sollte zurücktreten.» Auch zahlreiche andere Labour-Politiker drängten Corbyn zu gehen. Der Parteichef will aber bis Frühjahr 2020 im Amt bleiben.

Nach Corbyns Lesart hat die Labour-Partei den Preis für ihre Brexit-Politik bezahlt. Sie hatte versucht, sowohl Wähler, die für den Austritt Großbritanniens aus der EU sind, als auch solche, die dagegen sind, ins Boot zu holen. Viele Abgeordnete sagen dagegen, Wähler hätten absolut allergisch auf Corbyn als Person reagiert.

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