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Falschaussage zu Party-Boys: 19-jährige Britin schuldig gesprochen

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Falschaussage zu Party-Boys: 19-jährige Britin schuldig gesprochen
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Auf Zypern hat ein Gericht eine 19-jährige Britin wegen Falschaussage schuldig gesprochen. Die Touristin hatte zwölf junge Israelis der Gruppenvergewaltigung bezichtigt. Später gab sie zu, teilweise gelogen zu haben, nachdem die Jugendlichen sie beim Sex gefilmt und das Video verbreitet hatten.

Die zyprische Anwältin der Angeklagten sagte: "Sie wollte alle Beweise in Verbindung mit der Vergewaltigung vorbringen, aber das Gericht hat das nicht zugelassen mit dem Argument, die Vergewaltigungen würden hier nicht verhandelt."

Nach den Vorwürfen der Britin waren die jungen Männer aus Israel einige Tage in Haft. Der Anwalt der Jugendlichen aus Israel fordert eine harte Bestrafung der 19-Jährigen.

"Ich hoffe, das Gericht verurteilt sie zu einer drastischen Strafe, die dem entspricht, was meinen Mandanten angetan wurde - und die eine Botschaft aussendet, die davon abschreckt falsche Beschuldigungen gegen Jungs im Teenager-Alter vorzubringen."

Bei ihrer Rückkehr nach Tel Aviv ließen sich einige der jungen Männer als "Helden" feiern und beschimpften die junge Frau als "britische Hure". Doch es gab auch in Israel Kritik - zumal das Verbreiten von Sex-Videos dort schon seit einigen Jahren strafrechtlich verfolgt werden kann.

Das Strafmaß gegen die britische Touristin soll am 7. Januar festgelegt werden. Ihr drohen bis zu einem Jahr Haft oder eine Geldstrafe.

Im Internet ist der Fall ebenfalls Thema. Einige verweisen auf den enormen Druck, der auf die junge Frau ausgeübt worden sei. Andere weisen darauf hin, dass die Rechtsprechung auf Zypern problematisch sei.

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