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Jan Fedder († 64) gestorben: Trauer um ein „Hamburger Original“

Jan Fedder († 64) gestorben: Trauer um ein „Hamburger Original“
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Der Schauspieler Jan Fedder ist tot. Er starb am Montagabend in Hamburg im Alter von 64 Jahren. Fedder litt an Krebs, im Juni hatte er gegenüber der Bild am Sonntag gesagt, nach Knochenbrüchen auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Zuletzt lebte er zurückgezogen.

Fedder, der auf St. Pauli als Sohn eines Kneipenwirts und einer Tänzerin aufwuchs, war ein Hamburger Original und verkörperte unter anderem den Polizisten Dirk Matthies in der Serie Großstadtrevier. Von der Polizei Hamburg hatte er den Titel Ehrenkommissar erhalten.

Der gebürtige Hamburger sagte von sich selbst: „Hauptberuflich bin ich Mensch und nebenberuflich Schauspieler“. Er spielte vornehmlich Charaktere mit norddeutscher Mundart, etwa in Neues aus Büttenwarder, Der Hafenpastor oder in der Verfilmung des Siegfried-Lenz-Werkes Der Mann im Strom. Fedder gehörte zum Schauspielerkollegium des 1981 erschienen Films Das Boot von Wolfgang Petersen. Als Synchronsprecher wirkte er unter anderem an den Werner-Zeichentrickfilmen mit.

In Bezug auf seinen Tabakkonsum sagte Fedder 2013 gegenüber dem Magazin Der Stern, er sei schlimmer als Helmut Schmidt. Der 2015 verstorbene Altkanzler war bekanntermaßen Kettenraucher. In der Sendung Reinhold Beckmann trifft... sagte Fedder, er habe einen exzessiven Lebensstil gepflegt, in dem auch der Alkohol einen festen Platz hatte.

Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister, würdigte den Verstorbenen als „eine der beliebtesten Persönlichkeiten unserer Stadt“. Fedder habe sich in Hamburg „als Schauspieler und Charaktertyp einen Namen gemacht.“

„Mit viel Herz hat er im Fernsehen und auf der Bühne immer wieder Hamburg verkörpert, vor allem im Großstadtrevier. Rau und trotzdem charmant - wie seine Heimatstadt“, schrieb Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien.