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Spionageverdacht: Zwei Diplomaten "unerwünschte Personen"

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Spionageverdacht: Zwei Diplomaten "unerwünschte Personen"
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AP
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Bulgarien hat zwei russische Diplomaten wegen des Verdachts der Spionage zu unerwünschten Personen erklärt.

Die entsprechenden Schreiben wurden dem russischen Botschafter in Bulgarien im Außenministerium übergeben.

Bei den Verdächtigten handelt es sich um einen Abteilungsleiter der russischen Botschaft und um einen Mitarbeiter der russischen Handelsvertretung.

Die Sprecherin des bulgarischen Generalstaatsanwalts, Siika Mileva, erläuterte den Vorwurf gegen einen der beiden Verdächtigen: "Ein russischer Staatsbürger hat Informationen gesammelt über den Energiesektor und die Energiesicherheit. Darunter sind Informationen, die ein Staats- oder Betriebsgeheimnis darstellen. Die entsprechenden Erkenntnisse hat er an das Hauptquartier des russischen Geheimdienstes in Moskau geschickt".

Die Strafverfolgung sei wegen der diplomatischen Immunität der Männer eingestellt worden.

Die russische Botschaft kritisierte, es seien keine Beweise für die Anschuldigungen vorgelegt worden. Sie schloss Gegenmaßnahmen nicht aus, ohne diese jedoch zu benennen.

Bulgarische Abhängigkeit

Bulgarien ist nahezu vollständig von russischen Energielieferungen abhängig und bemüht sich seit Längerem um Alternativen.

Diplomatische Querelen zwischen beiden Ländern sind nicht ungewöhnlich. Dem designierten Nachfolger eines im vergangenen Oktober ausgewiesenen russischen Diplomaten wurde ein Visum für Bulgarien verweigert.

Später erklärte Moskau einen bulgarischen Diplomaten zur unerwünschten Person.

Am Donnerstag wurden drei Russen wegen versuchten Mordes an einem bulgarischen Waffenproduzenten angeklagt. Gegen das Trio wurde ein eineuropäischer haftbefehl erlassen.

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