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Wie lebt man in einer Stadt, die Auschwitz heißt?

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Wie lebt man in einer Stadt, die Auschwitz heißt?
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Es gibt Auschwitz, das Auschwitz, das Symbol ist dafür, dass der Tod ein Meister aus Deutschland ist. Und es gibt eine polnische Kleinstadt namens Auschwitz, in der Menschen im hier und jetzt leben - oder es zumindest versuchen. Auschwitz, das Vernichtungslager, ist eine Touristenattraktion, die von Millionen Menschen aus aller Welt besucht wird.

Pawel Sawicki ist Pressesprecher des Auschwitz-Birkenau Museum, und er lebt in der Stadt.

"Letztes Jahr hat ein Hilton Hotel eröffnet. Es ist eine Stadt und Menschen leben hier. Es gibt Geschäfte und einen Markt, und gleich um die Ecke kann man ein tolles Eis essen. Und es gibt eine Eislaufbahn mit einem Eishockeyteam. Und es gibt ein neues Schwimmbad. Das Leben geht weiter".

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Ana Odi hat ihr Leben der Erinnerung verschrieben, sie ist Archivarin in Auschwitz. Ihr Vater war Überlebender des Lagers - und kehrte zurück. Sie wurde hier geboren, sie lebt seitdem auf dem Lagergelände.

Anna Odi, Archivarin beim Auschwitz Museum:

"Mein Vater wollte diese Stätte schützen, die Erinnerung an sie für künftige Generationen bewahren. Also kam er zurück, und damals war es möglich, hier eine freie Wohnung für ihn und meine Mutter zu bekommen, und so ließen sie sich hier nieder."

Wie kann es an einem solchen Ort Normalität geben, wie kann es eine Zukunft geben an einem Ort, der wie kein anderer von der Vergangenheit bestimmt ist? Auch Marek und Agnieska wurden hier geboren. Das Fotografenpaar ist auf Hochzeiten spezialisiert.

Agnieszka Juszczak

"Die Menschen haben seltsame Assoziationen, wenn sie hier Bilder der Freude sehen. Aber das ist falsch, Wir schauen nach vorn. Wir vergessen nicht, aber trotzdem wollen wir ein normales Leben führen."

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Während die Besucherströme wachsen, schrumpft die Stadt - die Einwohnerzahl sinkt seit Jahren beständig. Aber es gibt eben auch die, die bleiben wollen, ohne ständig der Vergangenheit verhaftet zu sein.

"Wir zeigen, dass wir auf den Ruinen, auf einer schwierigen Vergangenheit, auch wieder etwas aufbauen können. Schicken sie diese Botschaft in die Welt."

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