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Missbrauchsvorwürfe im Eiskunstlauf: Ministerin fordert Konsequenzen

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Missbrauchsvorwürfe im Eiskunstlauf: Ministerin fordert Konsequenzen
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Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Trainer im Eiskunstlauf in Frankreich hat Sportministerin Roxana Maracineanu den Präsident des französischen Eissportverbandes zum Rücktritt aufgefordert. Unter anderem hatte die ehemalige Paarlauf-Weltmeisterin Sarah Abitbol Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Trainer Gilles Beyer vorgebracht. Dieser habe sie zwischen 1990 und 1992 mehrfach vergewaltigt und missbraucht.

Maracineanu: "Der Präsident des französischen Eissportverbandes Didier Gailhaguet kann seine moralische und persönliche Verantwortung nicht abstreiten. Ich habe ihn deswegen aufgefordert, zu seiner Verantwortung zu stehen und von seiner Funktion als Präsident des französischen Eissportverbandes zurückzutreten."

Gailhaguet verteidigte sich, er habe Fehler, sich aber keines Vergehens schuldig gemacht. Gailhaguet wurde erst 1998 Chef des Eissportverbandes. Ministerin Maracineanu wirft ihm aber vor, an Abitbols Trainer Beyer festgehalten zu haben, obwohl es bereits Vorwürfe über sexuellen Missbrauch gegen diesen gab.

Missbrauchsvorwürfe gegen mehrere Trainer

Gailhaguet verteidigte sich: "Die Hauptverantwortlichen sind die, die diese Taten haben geschehen lassen, das Sportministerium und die damalige Ministerin, die es durch ihre Feigheit, ihre Inkompetenz und vielen Kehrtwendungen möglich gemacht haben, Menschen in Eissportarten mit besonders verletzlichen Minderjährigen zu belassen, obwohl sie dafür sorgen hätten müssen, dass diese Menschen behandelt werden und niemandem Schaden zufügen können."

Gailhaguet sagte, er wolle sich am Mittwoch weiter erklären.

Neben Abitbol hatten weitere Eiskunstläuferinnen in französischen Medien Missbrauchsvorwürfe gegen Beyer und andere Trainer vorgebracht. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen im Eislauf auf.

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